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Jülich: Jülichs Zukunft in der Bundesliga soll rosig aussehen

Jülich : Jülichs Zukunft in der Bundesliga soll rosig aussehen

Es geht also doch weiter. Für die Tischtennis-Bundesliga fällt mit Abschluss der 30. Erstliga-Saison nun definitiv nicht der letzte Vorhang. Durch den Rückzug des Lizenzantrages des FC Tegernheim, Meister der 2. Liga Süd, ist der Klub, der bis zum 30. Juni als TTC Combibloc Jülich firmiert, ist der Abstieg vermieden worden.

Nun soll ein neues, erfolgreicheres Kapitel der Vereinsgeschichte geschrieben werden. Ab Juli heißt der Bundesligist von der Rur dann TTC Indeland Jülich. Zum größten Teil finanziert von der Indeland GmbH und ausgestattet mit einem zeitlich unbefristeten Vertrag. Und der neue Finanzier erwartet, dass sich seine Investitionen in den Profisport auszahlen.

„Eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft, wäre sicherlich nicht in unserem Interesse”, betont der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender bei Indeland ist. „Wir stellen uns eine Mannschaft vor, die oben mitspielt.” Die Kosten für ein solches Team liegen zwischen 750.000 und einer Million Euro.

Schwer hat auch das Hin und Her in Sachen Bundesliga-Rückzug dem Image der Jülicher geschadet. Seit Ende letzten Jahres wurden „definitive Entscheidungen” immer wieder revidiert. Nachvollziehen konnte das am Ende kaum noch jemand. Vor diesem Hintergrund war das Tischtennis-Unternehmen in dieser Zeit auch schwer zu vermarkten. „Das hat mich 50.000 Euro gekostet”, sagt Beginn. „Gott sei dank ist diese Horror-Achterbahnfahrt jetzt vorbei.” Wahrscheinlich sind die ausgehandelten Verträge mit dem neuen Hauptsponsor bis Ende dieses Monats unterschrieben.

Rechnerisch ist der Erstliga-Verbleib allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Vier Spieltage stehen noch aus, der Vorsprung des Vorletzten Jülich auf den Letzten Tündern beträgt vier Punkte. Doch in einer so berechenbaren Sportart ist es fast auszuschließen, dass Tündern in der Abschlusstabelle mehr als den bisher verbuchten einen Punkt ausweisen wird. „Ich bin mir todsicher, dass wir Bundesligist bleiben.”

Zudem kann Jülich, mit dieser Sicherheit im Rücken, am Freitag (19.30 Uhr, Nordhalle) locker gegen Würzburg aufspielen und mit einem Sieg alle theoretischen Unwägbarkeiten des Klassenerhalts beseitigen. Denn dann würde selbst im ungünstigsten Fall das Spielverhältnis den Ausschlag für Jülich geben.

Jetzt muss Beginn seine neue Mannschaft zusammenstellen. Vom aktuellen Quartett bleiben nur Marcos Freitas und Jakub Kosowski an der Rur. Lars Hielscher und Seiya Kishikawa wechseln zum einzigen Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen. Als dritten Spieler haben die Jülicher Taku Takakiwa an der Angel. Der 18-jährige japanische Nationalspieler gilt als eines der großen internationalen Talente.

Doch diese drei Spieler kommen nur für die Positionen 3 bis 5 in Frage. Die beiden neuen Top-Akteure sollen erst nach der EM in Belgrad (25. März bis 1. April) und der Einzel-WM in Zagreb (21. bis 27. Mai) feststehen. Aber die müssen dann Weltklasse haben.

Der Hauptsponsor des TTC Indeland Jülich

Die Indeland GmbH ist ein Baustein der Euregionale 2008, der mit Geldern der Europäischen Union gefördert wird. Ziel dieses Projektes ist es, diese Region weiterzuentwickeln. Die Gesellschafter der Indeland GmbH sind neben dem Kreis Düren die Städte Eschweiler, Jülich, Aldenhoven und Inden.

Mit im Boot sitzen auch RWE und die Sparkasse Düren. RWE ist der Hauptfinanzier der Gesellschaft. Schließlich trifft ein Punkt des Projektkonzeptes die Angelegenheiten des Energieriesen ganz konkret. Denn die Tagebau-Folgenutzung ist wesentlicher Bestandteil dessen, was die Indeland GmbH abwickelt.