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Linnich: Jülich/Hoengen: Neuen Namen und alte Ambitionen

Linnich : Jülich/Hoengen: Neuen Namen und alte Ambitionen

Mit neuen Namen und alten Ambitionen geht die SIG Combibloc Jülich/Hoengen in das neue Spieljahr der Tischtennis-Bundesliga.

„Ich freue mich auf die neue Saison und auf die neue Mannschaft”, betonte Ehrenpräsident Arnold am Montag bei der Präsentation seines neuen Teams im Hause von Hauptsponsor SIG Combibloc in Linnich.

Trinko Keen (nach Plüderhausen), Philippe Saive (Metz) und Wang Ruining (Niederlande) haben den Fusionsklub verlassen, Marek Klasek (Prag) und Thomas Keinath (Gönnern) müssen die beiden im unteren Paarkreuz ersetzen.

Und hinter vorgehaltener Hand glaubt man intern, dass diese Formation stärker ist als die letzte. Der sportliche Leiter Christian Dreher formulierte das am Montag so: „Die Konkurrenz tippt uns mehrheitlich auf Rang 8. Das ist aber gar nicht so schlimm. Wir haben nämlich noch viel Luft nach oben.”

Und dass diese genutzt wird, dafür sollen die beiden Spitzenbretter gemeinsam mit den Neuen sorgen. „Jeder einzelne hat Reserven”, betont Dreher. „Aber die Bundesliga ist unglaublich stark geworden. Da wird es schwer werden, unter die ersten Vier zu kommen.” Aber der Teamchef verspricht den Zuschauern „spektakuläre Spiele einer kampfbereiten Mannschaft”.

Die Neuen sind in der Szene keine Unbekannten. Marek Klasek, der aus Ostrau stammt, scheiterte vor einigen Wochen beispielsweise nur ganz knapp im chilenischen Pro-Tour-Turnier an Griechenlands Gold-Hoffnung Kalinikos Kreanga. Der wird bei den Spielen in Athen auf zwei Akteure aus Jülich/Hoengen treffen. Lars Hielscher tritt an der Seite von Jörg Roßkopf im Doppel an, Tomasz Krzeszewski hat mit Partner Lucjan Blaszczyk sogar eine Medaille im Blick.

Erst am 2. September treffen sich die Spieler wieder im Grenzland, um sich auf das erste Bundesligaspiel zwei Tage später gegen Frickenhausen vorzubereiten. „Wir haben insgesamt 49 Tage zum gemeinsamen Training und für die Spiele in dieser Saison zur Verfügung”, stöhnt Arnold Beginn über den extrem engen Terminplan in einem Jahr mit Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften.

Doch da will Christian Dreher erst gar keine Alibis für mögliche schlechte Leistungen entstehen lassen. „Die Spieler sind alle Unternehmer in eigener Sache”, sagt er und meint damit, dass letztlich jeder Individualsportler selbst auch für die richtige Vorbereitung verantwortlich ist.