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Düsseldorf: Jülich/Hoengen: Krzeszewski und Keen schwächeln

Düsseldorf : Jülich/Hoengen: Krzeszewski und Keen schwächeln

Der große Wurf wird wohl wieder nicht gelingen. Nach der 3:6-Niederlage bei Borussia Düsseldorf rangiert die SIG Combibloc Jülich/Hoengen in der Tischtennis-Bundesliga zwar noch auf einem Playoff-Rang, aber aufgrund des schweren Restprogramms wird es am Ende der Doppelrunde kaum reichen.

„Unsere Chancen auf die Playoffs sind dramatisch gesunken”, kommentierte Teammanager Christian Dreher die erste Niederlage seit drei Jahren gegen den rheinischen Rivalen.

Dreher wollte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Alle haben alles versucht. Es hat nicht gereicht.” Der Ehrenvorsitzende Arnold Beginn hatte das wohl geahnt und hatte sich in seinen Mallorca-Urlaub verabschiedet. Aber erst, nachdem er eine wichtige Personalentscheidung revidiert hatte.

Tomasz Krzeszewski bleibt. Vor der Düsseldorfer Pleite war der polnische Nationalspieler mit nur vier verlorenen Partien in der Statistik geführt worden. Jetzt sind es aber bereits sechs, weil er im Grafenberger Tischtenniszentrum eine schwache Vorstellung bot.

Auch Frontmann Trinko Keen schwächelt. Und der Niederländer weiß nicht, warum er nicht erfolgreicher ist. „Ich trainiere soviel wie nie zuvor”, sagt Jülich/Hoengens Nummer 1. „Aber es klappt einfach nicht.” Zwei Spiele, zwei Niederlagen - Keen packte seine Sachen und fuhr nach Hause. Ohne geduscht zu haben. Nur schnell weg.

Der Spielplan präsentiert Jülich/Hoengen mit Grenzau, Gönnern und Frickenhausen noch drei Hochkaräter. Da bleiben kaum noch Hoffnungen, dass die SIG ihre erste Saison erfolgreich abschließt.

Und die Signale, die die Vereinsführung durch ihre Personalentscheidungen gibt, lassen kaum Optimismus für das nächste Spieljahr zu. Denn mit den fest unter Vertrag stehenden Keen, Philippe Saive, Krzeszewski und Neuzugang Lars Hielscher sind alle Positionen bis auf eine besetzt. Und täuschen nicht alle Vorzeichen, so wird man auch He Ruining ein neues Angebot zur Vertragsverlängerung unterbreiten.

Damit hätte sich die Verpflichtung eines Top-Spielers erledigt, und die Situation würde sich für Jülich/Hoengen nicht ändern. Irgendwo in Niemandsland zwischen Playoffs und Abstieg.