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Düren: „Heriberto Quero wird für Furore sorgen”

Düren : „Heriberto Quero wird für Furore sorgen”

Nach einer extrem kurzen Vorbereitungszeit startet Volleyball-Bundesligist Evivo Düren in die neue Saison: Erst seit zweieinhalb Wochen vor dem ersten Spiel am Sonntag bei VV Leipzig stand Bernd Werscheck der komplette Kader zur Verfügung.

AZ-Redakteur Franz Sistemich sprach mit dem Trainer.

Platz 6 nach der Qualifikationsrunde mit nur fünf Heimspielen, der Einzug in die Meisterrunde ist Pflicht. Werden Sie die Vorgabe erfüllen können?

Werscheck: Ganz klar: Der Kampf um den sechsten Platz wird ganz brutal werden.

Der komplette elfköpfige Kader stand mir erst in den letzten Wochen zur Verfügung, weil Christian Dünnes und Tim Elsner mit der Junioren-Nationalmannschaft bei der WM im Iran weilten, Heriberto Quero und Diego Gutierrez noch in der argentinischen Meisterschaft spielten und Till Lieber schließlich mit der deutschen Nationalsechs die EM bestritt.

Wir müssen also sehen, dass wir möglichst schnell eine Einheit werden.

Diagonalangreifer Heriberto Quero eilt der Ruf eines Weltklassespielers voraus, Libero Till Lieber absolvierte eine starke EM. Ist Evivo Düren besser besetzt als in der Vorsaison?

Werscheck: Quero wird für Furore sorgen. Sein Spiel ist eine Augenweide. Die Zuschauer werden staunen. Till hat sich wieder gesteigert.

Ob wir stärker sind? Ich glaube schon. Das ist auch für den Konkurrenzkampf gut, da keiner seinen Stammplatz sicher hat. Auf jeden Fall verfügt mein neues Team, in dem sieben Spieler 22 Jahre und jünger sind, über einen anderen Charakter und eine andere Spielkultur als das Team 02/03.

Und dies liegt an den neuen Spielern bzw. Abgängen?

Werscheck: Nehmen Sie Heriberto Quero und Diego Gutierrez. Der Venezolaner und der Argentinier integrieren sich im Gegensatz zu Marcel Bebine in das Team. Ich bin sicher, dass die elf Spieler zu einer Einheit zusammenwachsen werden.

Die Vorbereitungsspiele offenbarten aber auch wieder Probleme in der Annahme, auch schon die Schwachstelle der letzten Saison.

Werscheck: Ja, in der Vorbereitung war die Annahme nicht gut. Wir haben deshalb in dieser Woche verstärkt an der Beseitigung der Schwächen gearbeitet.

Wenn Sie Platz 6 erreichen, so Ihre Meinung, garantieren Sie für nichts mehr.

Werscheck: Meine Spieler haben das Potenzial, um eine sehr gute Rolle zu spielen. Wir müssen es nur schaffen, dieses Niveau zu erreichen. In der Kürze der Zeit wird dies schwer werden. Aber Hektik bringt uns nicht weiter. Wir werden ruhig unsere Arbeit machen.

Der Kader gilt als das Evivo-Team der Zukunft, weil in der Spielzeit 2003/2004 der Umzug in die neue Sporthalle erfolgt. Können Sie die Mannschaft wirklich zusammenhalten?

Werscheck: Auch deshalb müssen wir jetzt erfolgreich sein. Till Lieber lagen schon jetzt finanziell bessere Angebote vor. Mit der neuen Halle können wir uns besser vermarkten. Und nur so können wir Spieler wie ihn länger an uns binden.

Sonntag steht das erste Meisterschaftsspiel in Leipzig an. Welche Spieler bilden die Anfangsformation?

Werscheck: Acht Spieler kommen in die engere Wahl. So habe ich mich beispielsweise beim Zuspieler noch nicht festgelegt. Björn-Arne Alber ist ja eher der ruhigere, sachliche Vertreter, Diego Gutierrez bringt auch mehr Stimmung rüber. Vielleicht brauchen wir ja gerade die Emotionen in Leipzig.