Aachen: Helen Langehanenberg ist beste Deutsche im Dressur-Viereck

Aachen : Helen Langehanenberg ist beste Deutsche im Dressur-Viereck

Am 20. Juni wurde Tochter Finja geboren, fünf Tage später stieg Helen Langehanenberg erstmals wieder in den Sattel von Damsey. Ziel: der CHIO Aachen und hier möglichst noch ein Ticket für die Weltreiterspiele in Tryon im September zu lösen.

Nach der Absage von Sönke Rothenberger rutschte die 36-Jährige aus Billerbeck noch in die deutsche Equipe. Am Donnerstag im Grand Prix, der erste Teil des Nationenpreises, war Langehanenberg als Dritte beste Deutsche.

Frau Langehanenberg, das war ein toller Auftakt nach ihrer Babypause.

Helen Langehanenberg: (lacht) Ja, ich denke, ich reite demnächst weniger, trainiere nicht mehr so viel. Aber im Ernst: Ich bin begeistert, ich genieße den Moment bis zum Spécial am Samstag, das ist ein neuer Tag.

Mit welchen Erwartungen waren Sie in die Prüfung gegangen?

Langehanenberg: Ich habe ganz ehrlich nichts erwartet. Damsey hat einen super Job gemacht. Wir haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren zusammengefunden. Aber er ist ein Charakterpferd, weiß, was er will. Ich hoffe, ich kann ihn auf meiner Seite halten.

Und wie war Ihr Ritt?

Langehanenberg: Ich konnte die Runde noch nicht richtig reflektieren. Wir haben keine Fehler gemacht, er hatte keine richtige Schwäche. Die Zick-Zack-Traversalen gehen noch besser. Aber über 77Prozent sind schon mal sehr gut.

Überraschend führen die USA nach dem Grand Prix im Nationenpreis vor Deutschland. Was ist nach Teil zwei, dem Spécial, zu erwarten?

Langehanenberg: Die Amerikaner haben ein starkes Team. Aber wir werden am Samstag angreifen.

(rau)
Mehr von Aachener Nachrichten