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Aachen: Gravur soll zum sechsten Mal „TK Kurhaus“ lauten

Aachen : Gravur soll zum sechsten Mal „TK Kurhaus“ lauten

Fast auf den Tag genau drei Jahre ist es her, da konnten Spieler, Trainer, Betreuer und Fans des TK Kurhaus Aachen den Pokal des deutschen Mannschaftsmeisters im Tennis zum letzten Mal jubelnd in die Luft recken.

Andreas Beck und Frantisek Cermak hatten im zweiten Doppel für den Siegpunkt zum 4:2 über den Rochusclub Düsseldorf gesorgt, der große Konkurrent Blau-Weiss Halle war auf eigener Anlage nicht über ein Remis gegen Mannheim hinaus gekommen.

Das Siegerfoto mit den eiligst übergestreiften T-Shirts mit der großen „5“ auf der Brust ziert heute noch das Klubhaus, und sollte in den beiden folgenden Jahren jemand auf die Idee gekommen sein, die „Sechser“-Edition in Auftrag zu geben, dürften die Kleidungsstücke jetzt noch eingepackt sein: Zweimal zog der TK Kurhaus danach gegen Blau-Weiss Halle den Kürzeren, zuletzt durch ein denkwürdiges 1:5 bei den Westfalen am vorletzten Spieltag, als die Aachener bei allen fünf Champions Tiebreaks als Verlierer vom Platz gingen.

Das soll am kommenden Sonntag (11 Uhr) beim finalen Kräftemessen mit dem Tabellenzweiten Gladbacher HTC nach den Vorstellungen der Kurhaus-Verantwortlichen natürlich anders werden, auch wenn das Ziel „Meistertitel“ vor dieser Saison überhaupt nicht ausgegeben war. „Natürlich wollen wir mit einem möglichst schlagkräftigen Team in Gladbach antreten“, sagt Teamchef Alex Legsding — und will sich vor der entscheidenden Begegnung nicht in die Karten schauen lassen, wer es denn richten soll. Kein großes Geheimnis dürfte sein, dass zum Kern des Kurhaus-Teams wieder die Spieler gehören werden, die mit dem 5:1-Sieg über Rot-Weiss Köln am vergangenen Sonntag erst die Voraussetzung für dieses „Hopp-oder-Topp-Spiel“ geschaffen haben. Allerdings dürfte der Kurhaus-Teamchef nicht nur auf Florian Mayer, Matthias Bachinger, Yannick Hanfmann und Maximilian Marterer bauen, sondern noch auf die ein oder andere Verstärkung hoffen, die am letzten Spieltag der Saison für den TK Kurhaus auflaufen kann.

Über beiden Teams schwebt noch die Ferndrohung durch den Rochusclub Düsseldorf (siehe oben stehenden Artikel), doch zumindest der Deutsche Tennis Bund (DTB) baut darauf, dass entweder die Hausherren oder der Tabellenführer aus Aachen am Ende mit Meisterehren bedacht wird. Bernd Greiner, DTB-Vizepräsident und verantwortlich für den Wettkampfsport, wird ebenfalls nach Gladbach reisen, um den frischgebackenen Meister zu küren und den Pokal zu überreichen. Und wer wird das sein? „Ich denke, der Ausgang der Partie ist völlig offen“, schätzt Legsding ein, „ich sehe unsere Chancen auf den Titel bei 50:50.“