1. Sport

Aachen: „Glücks-Bringer” ein großer Schritt Richtung Integration

Aachen : „Glücks-Bringer” ein großer Schritt Richtung Integration

Wenn Bettina Eistel auf dem Pferd sitzt, sieht das auf dem ersten Blick ungewöhnlich aus, denn sie hält die Zügel im Mund. Aufgrund einer Conterganschädigung ist sie ohne Arme geboren worden. Trotzdem sind sie und ihr Pferd Aaron ein unschlagbares Team.

Die Co-Moderatorin des WDR für die Weltreiterspiele ist mehrfache Europameisterin im Dressurreiten, holte bei den Paralympics 2004 in Athen die Bronze- und Silbermedaille und ist ein lebendiges Beispiel für eine sportlich gelungene Partnerschaft zwischen Mensch und Tier - trotz Handicaps.

Ein Grund mehr für den Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), den Behindertensport in diesem Bereich zu unterstützen: Gemeinsam mit dem Förderkreis Behindertensport und dem Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten wurde jetzt ein Kooperationspapier unterzeichnet, bei dem es darum geht, das Thema Therapeutisches Reiten während der Pferdesport-WM einer möglichst großen Öffentlichkeit vorzustellen.

„Seit vielen Jahren ist es dem ALRV ein Anliegen, sich hier zu engagieren und einzubringen. Ich sehe das einfach als einen wichtigen Teil unserer Arbeit an”, erklärt Klaus Pavel, Präsident des ALRV.

Dabei ist unter dem Motto „Glücks-Bringer” eine ganze Reihe von Aktionen geplant, wie Vorführungen und ein Infostand zum Therapeutischen Reiten, ein Gewinnspiel für die Besucher der Reit-WM, „Dankeschön-Wände”, die sich an das Publikum richten, sowie eine Spendensammlung.

„Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, 100.000 Euro zu sammeln, um Mittel für den Behindertensport und vor allem für das Therapeutische Reiten bereitzustellen. Die Reit-WM ist hierfür geradezu ideal”, so Herbert Kaul, Vorstandsmitglied des Förderkreises Behindertensport.