Roda JC Kerkrade: Verhandlungen mit Investoren

Verhandlungen mit Investoren : Roda JC ringt um seine Zukunft

Roda JC Kerkrade ist weiterhin auf der Suche nach neuen Geldgebern. Die Chefetage des niederländischen Meisters von 1956 war zu Gesprächen in Belgien und Dubai, doch nach dem Skandal um den Rauswurf des möglichen Investors Mauricio Garcia de la Vega gestaltet sich das schwer.

Im Parkstad Limburg Stadion herrscht einmal mehr Alarmstufe Rot. Für die Anhänger und Mitarbeiter ist das keine ungewohnte Situation, die Klubs im Süden der Niederlande haben ohnehin Erfahrung im managen von Krisen und Chaos.

Doch die Lage beim Tabellenelften der zweiten Liga ist noch ernster als sonst. Vor wenigen Wochen wurde noch Mauricio Garcia de la Vega als Heilsbringer vorgestellt, seine Geldspritzen sollte den angeschlagenen Klub retten, doch die Zahlungen blieben aus und die Fans schmissen den Mexikaner wortwörtlich aus dem Stadion.

Das machte den Verein, der lange Jahre zum festen Inventar der ersten Liga zählte, nicht unbedingt attraktiver für potentielle Geldgeber. Der „Telegraaf” fasste am Montag die Lage beim Zweitligisten zusammen.

Zuletzt scheiterten die Verhandlungen mit dem Catering-Unternehmer Roland Hogenelst über eine Übernahme der Mehrheit, ihm war das Risiko zu groß. Direktor Hessel Meijer war am Samstag in Dubai, um mit Aleksei Korotaev zu reden, der 20 Prozent der Anteile am Verein hält, aber aktuell in finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Auch der belgische Medien- und Sportunternehmer Wouter Vandenhaute hat Interesse an einer Übernahme, er ist Teilhaber an mehreren Radrennen.

Meijer versucht die Rettung des Traditionsvereins irgendwie möglich zu machen. Am Montag endet die Frist für eine Garantie von 906.000 Euro, um die Saison zu Ende zu spielen. Eine Verlängerung hat Roda beim nationalen Verband KNVB bereits beantragt, das würde eine Strafe von drei Punkten bedeuten. Bereits für Unregelmäßigkeiten in der Verwaltungs- und Eigentümerstruktur wurden dem Verein Punkte abgezogen.

Aber auch die Fristverlängerung würde nur etwas mehr Zeit für ein Wunder herausschlagen. Bringt man das Geld nicht zusammen, droht der Lizenzentzug und das Ende des Profifußballs in Kerkrade.

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