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Kommentar zu Matthias Ginter: Freiburg statt Mailand oder Barcelona

Kommentar zu Matthias Ginter : Freiburg statt Mailand oder Barcelona

Matthias Ginter wechselt von Borussia Mönchengladach ablösefrei zum SC Freiburg. Der Schritt in die alte Heimat im besten Fußballeralter – ein Fall für Fußballromantiker? Oder hat der Abwehrspieler einfach nichts Besseres gefunden?

Die Zukunft des Weltmeisters und nominellen Führungsspielers Matthias Ginter bei Borussia Mönchengladbach war im Herbst und Winter ein großes Thema. Vertragsverlängerung, Verkauf im Winter – was wurde nicht alles diskutiert. Und über welch große Namen wurde da als potenzielles Ziel des Nationalspielers spekuliert. Inter Mailand,Bayern München, der FC Barcelona und, und, und.

Jetzt wechselt Ginter zurück in seine Fußballheimat zum SC Freiburg. „Ich wollte noch mal etwas ganz Besonderes in meiner Karriere machen und etwas Spezielleres als die Rückkehr zum Sport-Club und in meine Heimat gibt es für mich nicht“, wird Ginter in der offiziellen Verkündung zitiert.

Fakt ist: Sportlich ist Freiburg aktuell ohne Zweifel die bessere Adresse als die Borussia. Gewiss ist auch: Die Trauer über den Abschied Ginters hält sich im Borussia-Park in engen Grenzen. Zum großen Leader ist der 28-Jährige nie geworden, mitunter fand er sich gar auf der Bank wieder. Anspruch und Wirklichkeit klafften ein gutes Stück auseinander. Selbiges kann man über den jetzt feststehenden Wechsel sagen. Heimatgefühle statt europäischer Topklub lautet das Motto. Ob Ginter den Weg bewusst geht oder mangels besserer Alternativen, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

In Freiburg findet er eines der stabilsten Umfelder der Liga. Mit dem neuen Stadion haben die Breisgauer auch wirtschaftlich eine neue Stufe erreicht. Für Kontinuität und eine Vereinsführung der ruhigen Hand stand auch Borussia Mönchengladbach über viele Jahre. Diesen Nimbus hat der Klub im vergangenen Jahr eingebüßt. Unabhängig vom Ginter-Weggang steht den Gladbachern eine spannende Transferperiode bevor.