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Teil-Rückkehr von Fans: Die NRW-Planungen laufen auf Hochtouren

Teil-Rückkehr von Fans : Die NRW-Planungen laufen auf Hochtouren

Am Freitag startet die Fußball-Bundesliga und rechtzeitig vor dem Auftakt haben sich die Länder darauf verständigt, dass wieder mehr Zuschauer in die Stadien dürfen. Erste NRW-Vereine, die davon profitieren, sind Köln und Dortmund.

Die Länder haben sich am Dienstag auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen geeinigt. In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Kapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden. Was bedeutet das für die Vereine und was für die Zuschauer der Fußball-Bundesliga?

Wie viele Zuschauer werden genau zugelassen?

Das letzte Wort haben die Gesundheitsämter. Zudem variieren die Werte je nach Zahl und Einberechnung der Stehplätze. Und am Ende wird auch immer auf die Sieben-Tages-Inzidenz geschaut. Gibt es am Austragungsort 35 oder mehr Infektionen auf 100.000 Einwohner, werden keine Zuschauer zugelassen.

Wie planen die Vereine?

Beim Auftakt an diesem Wochenende haben nur zwei NRW-Vereine Heimspiele. Der 1. FC Köln plant für die Partie gegen 1899 Hoffenheim mit 9200 Zuschauern, Borussia Dortmund für das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mit etwa 10.000 Fans. Doch auch die vier NRW-Clubs, die eine Woche später ihre ersten Heimpartien austragen, haben ihre Konzepte längst in der Schublade. So will Leverkusen gegen Leipzig vor 6000 Besuchern spielen, Schalke könnte gegen Bremen rund 12.000 Fans zulassen. Borussia Mönchengladbach plant gegen Union Berlin mit rund 10.800 Fans. Auch Arminia Bielefeld wird versuchen, sein Stadion mit einem Fünftel der normalen Kapazität zu füllen.

Wie ist die Anreise geregelt?

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) wollen vor den Spiel am Samstag „möglichst viele zusätzliche Bahnen einsetzen“. Zudem appelliert man an die Fans, frühzeitiger anzureisen und am besten ein oder zwei Haltestellen vor dem Stadion schon auszusteigen. „Wir müssen gemeinsam daran arbeiten“, sagte KVB-Sprecher Stephan Anemüller. In Dortmund werden die Fans gebeten, möglichst zu Fuß oder mit dem Auto anzureisen, um ein Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden.

Wie werden die Tickets verteilt?

In Köln sollen die Tickets wie zuvor angekündigt die 6500 Dauerkarten-Inhaber ein Ticket bekommen, die im Vorjahr auf eine Rückerstattung verzichtet haben. Die restlichen Karten werden mit einem Rotationsprinzip verlost. Leverkusen sucht das Gespräch mit der Fanszene, die angekündigt hatte, den Spielen fernbleiben zu wollen, bis alle Zuschauer zugelassen sind. „Danach werden die Karten unter allen Dauerkarten-Inhabern, die dabei sein wollen, auslosen“, erklärte Sportdirektor Simon Rolfes.

Beim BVB sind beim Heimspiel gegen Gladbach am Samstag nur Zuschauer mit Wohnsitz in Dortmund oder zumindest in Nordrhein-Westfalen zugelassen. Die Tickets sind Personen aus dem Kreis der Dauerkartenbesitzer vorbehalten. Alle Eintrittskarten werden online erworben und sind personalisiert. Um den Andrang vor den Stadiontoren zu entzerren, sind verschiedene „Time-Slots“ auf den Tickets aufgedruckt, an denen zwischen 17.00 und 18.00 Uhr die persönliche Einlasskontrolle erfolgt. Zwischen 16.00 und 17.00 Uhr ist nach BVB-Angaben das Betreten des Stadions jederzeit möglich. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

(dpa)