1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Mönchengladbach: Wenn es Nacht wird auf dem Betzenberg ...

Mönchengladbach : Wenn es Nacht wird auf dem Betzenberg ...

Milan Fukal ist nicht unbedingt ein Ur-Mönchengladbacher.

Seit knapp zwei Jahren steht er in Diensten der Borussia. Eine Tradition aber hat er kennen und fürchten gelernt: die Kluft zwischen Heimarbeit und Auswärtsleistung. „Wie Tag und Nacht”, urteilt der tschechische Abwehrspieler.

Nun wird das Flutlicht in Kaiserslautern am Sonntag ab 17.30 Uhr wohl rechtzeitig brennen. Aber kommt den Borussen ausgerechnet bei den „Roten Teufeln” die Erleuchtung? Knipst ausgerechnet die fremdelnde Elf vom Niederrhein den Betzenbergern das Erstliga-Licht aus? „Wenn die verlieren, ist es aus mit der Bundesliga”, glaubt Fukal.

Knipser oder lichtscheue Gesellen: Die Auswahl fällt Horst Köppel, dem am liebsten ist, wenn die Mannschaft sich von selbst aufstellt, nicht leicht. Zumal sich nach den Ausfällen von Broich, Kluge (Köppel: „Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder”) und Polanski auch Bernd Thijs erneut mit Knieproblemen herumschlägt.

Möglicherweise ein Hilfsargument für Gladbachs Trainer, sein Vorhaben vom letzten Samstag umzusetzen. Lediglich der Ausgleichstreffer des VfB verhinderte in letzter Sekunde, dass Jeff Strasser als Punktebewahrer vor der Abwehr eingewechselt wurde. Um nicht allen Aufbau-Möglichkeiten von dieser strategisch wichtigsten Position aus abzuschwören, könnte Köppel dem luxemburgischen Haudegen den spielstärkeren Hassan El Fakiri zur Seite stellen.

Die Doppelabsicherung vor der Viererkette ist der Tod der Mittelfeld-Raute: Hinter den Spitzen fällt die 10er-Position weg, auf der der Einsatz eines nominell dritten Stürmers möglich wäre.

Ob diese Sicherheitsvariante reicht, die verunsicherte Pfälzer Abwehr zu Fehlern zu zwingen? Oder erweisen sich die ehemals so ungestüm galoppierenden Fohlen erneut als angsterstarrte Kaninchen?