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Mönchengladbach: Von Henchoz, Fahrenhorst und Co.

Mönchengladbach : Von Henchoz, Fahrenhorst und Co.

Der Namen gibt es viele. Sie schwirren durch die Fan-Landschaft, doch die klare Antwort von Peter Pander lautet: „Kein Kommentar, ich sage noch nicht einmal, der oder der sei ein interessanter Spieler.”

Die - verständliche - Kommunikations-Blockade von Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor wird sich erst beim definitiven Ja eines bzw. zweier Innenverteidiger(s) zur Borussia lösen.

Zuschlagen

Bis dahin schweigt der Chefeinkäufer des Fußball-Bundesligisten. „Wir sondieren derzeit den Markt, werden aber nicht vorschnell handeln. Wenn aber ein guter Spieler wie Niels Oude Kamphuis zu haben ist, muss man zuschlagen.”

Der Namen gibt es viele: Klangvolle und (noch) unbekannte, von gestandenen Profis und hoffnungsvollen Talenten. Nicht alles, aber vieles wird eine Frage des Geldes sein. Dass die Borussia mit einem Rekord-Etat von 50,5 Millionen Euro die neue Spielzeit in Angriff nimmt, heißt nicht, dass Pander beliebig oft und tief das Portmonee öffnen kann. „Wir können nicht mit Millionen um uns schmeißen.”

Nennen wir Namen: Gestandene Innenverteidiger, deren zwei die Borussia als Ergänzung und Alternative zum „letzten Mohikaner” Jeff Strasser benötigt, wären Stephane Henchoz (30, Schweiz) und der Belgier Joos Valgaeren (29, beide Celtic Glasgow). Samuel Kuffour (28, Bayern München) gehört weiter zu den Platzierten auf der Gerüchtebörse wie auch der trotz seiner erst 24 Jahre schon „gestandene” tschechische Nationalspieler David Rozehnal (FC Brügge).

Gehandelte Talente sind der Däne Daniel Agger (20, Bröndby Kopenhagen) und der Schwede Christian Järdler (23, Helsingborg IF), dazu kämen aus der Bundesliga noch die Dortmunder Franzosen Ahmed Madouni, 25, und Guy Demel, 24, sowie der Brasilianer Chris, 27, von Aufsteiger Frankfurt und natürlich der Ex-Borusse Ruben Gonzalez Rocha. Der spielstarke, aber verletzungsanfällige 23-Jährige - fünf Mal hat er sich bereits eine Schulter ausgekugelt - steht noch bei Real Madrid unter Vertrag und war zuletzt an Erstliga-Absteiger Albacete ausgeliehen.

Nicht zu vergessen Frank Fahrenhorst (27, Bremen). Der Transfer des ehemaligen Bochumers und bei Werder unzufriedenen Nationalspielers ist beim avisierten Wechsel von Valérien Ismael zu Bayern München dann denkbar, wenn Werder Ersatz für den französischen Abwehrchef findet. Sollten Daniel van Buyten (Hamburg), Per Mertesacker (Hannover) oder sonst wer als namhafter Ersatz für Ismael kommen, könnte Fahrenhorst durchaus aus seinem laufenden Vertrag (bis 2007) gekauft werden.

Denn mit dem Finnen Petri Pasanen, dem dänischen Neuzugang Leon Andreasen und auch Frank Baumann hätte Bremen ausreichend Innenverteidiger im Aufgebot - ganz im Gegensatz zur Borussia derzeit. Doch Mönchengladbachs Sportdirektor treibt keine Eile. „Wir spielen erst wieder am 6. August Bundesliga. Da müssen wir nicht am 1. Juni Zugänge präsentieren”, gibt sich Pander gelassen. Und zur Not, so hat es Trainer Horst Köppel in einem Gespräch gesagt, könne man ja auch Joris van Hout zum Innenverteidiger umschulen...

Heinz will gehen

Die Suche nach Defensiv-Spezialisten besitzt Priorität, die Akte mit dem Namen Marek Heinz wird nicht dringlich bearbeitet. Pander über den Tschechen, der eine stattliche Ablöse einbringen könnte: „Er hat signalisiert, dass er den Verein verlassen will. Aber erst wenn das der Fall ist, werden wir für diese Position aktiv.”