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Cottbus: Viererpack von „Prinz Poldi”

Cottbus : Viererpack von „Prinz Poldi”

Es gehört nicht unbedingt zum gängigen Ritual, dass Gastspieler im Stadion der Freundschaft zu Cottbus mit Applaus verabschiedet werden. Am Sonntagnachmittag gegen 16.50 Uhr aber tat sich Ungewöhnliches.

Als Lukas Podolski in seinen weißen Schuhen Richtung Kabine stapfte, erhoben sich selbst die Liebhaber der Spreewald-Fußballer auf der Tribüne und klatschten euphorisch in die Hände.

Viermal hatte „Prinz Poldi” den Hausherren beim kölschen 5:3 (2:2)-Sieg eingeschenkt und dem FC einen Traumstart in die Rückrunde der 2. Liga verschafft.

Der Nationalspieler war freilich nicht der einzige Athlet, der sich als beifallumrauschter Hauptdarsteller in einem unfassbar intensiven Fußballspiel feiern lassen durfte.

„Was der Junge heute gezeigt hat, war fantastisch”, stellte Manager Andreas Rettig dem FC-Stürmer ein „Fünf-Sterne-Zeugnis” aus. Auch Albert Streit lieferte eine grandiose Vorstellung ab, war an jeder gescheiten Offensivaktion beteiligt und erzielte per Heber auch noch den bildhübschen Treffer zum 2:3.

„Das war mein bestes Spiel für den 1. FC Köln”, befand der notorische „Brandstifter” in der Cottbuser Defensivreihe und durfte sich über ein ganz besonderes Kompliment freuen. Trainer Huub Stevens: „Sensationell, wie er gespielt hat.”

Stevens wäre freilich nicht Stevens, hätte er nicht auch auf die Schwächen an diesem spektakulären Sonntag hingewiesen: „Natürlich war das ein Superspiel für die Fans. Andererseits gab es auch sehr viele Fehler. In der ersten Halbzeit war es eine Katastrophe, wie wir in der Abwehr standen.”

Energie hätte mehr als den frühen Führungstreffer durch Baumgart und das Elfmetertor von Mokthari (Foul von Voigt an Iordache) verbuchen können. Aber auch Cottbus schlampte in der Defensive hemmungslos: Podolski konnte die bedenklichen Defizite der Kollegen deshalb zumindest ergebnismäßig kaschieren.

Rahn ordentlich

Mit der Einwechslung von Cullmann für Konstantinidis ging es nach dem Seitenwechsel ein wenig gesitteter in der Geißbock-Abwehr zu, und nach vorne lief es wie geschmiert.

Woran auch Neuzugang Christian Rahn mit einigen gelungenen Aktionen seinen Anteil hatte. Nach Streits gekonntem 3:2-Führungstreffer schlenzte Podolski den Ball grandios ins entblößte Tor, um dann mit seinem zweiten Elfmeter (Foul von Piplica an Ebbers) noch einmal nachzulegen. Sinkalas „Ampelkarte” und Mokhtaris zweiter verwandelter Strafstoß änderten nichts mehr an der Punkteverteilung.