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Ungefragter Daum winkt schon ab

Ungefragter Daum winkt schon ab

Christoph Daum geht auf Nummer sicher. Beim 1. FC Köln hat er jedenfalls schon einmal abgesagt. Für alle Fälle formuliert er öffentlich schon einmal sein aktuelles Desinteresse.

Nun ist es mitnichten so, dass irgendjemand den Kontakt mit dem Vollgas-Trainer gesucht hätte.

Aber so sicher wie Fan-Demonstrationen am Marathon-Tor in schwierigen Zeiten sind auch Rufe nach dem vermeintlichen Heilsbringer.

Noch ist Friedhelm Funkel im Amt. Bis Samstag 17.15 Uhr, wenn die Partie beim Tabellenführer VfB Stuttgart abgewunken ist. Solange gilt die Arbeitsplatzgarantie.

Weil ein Erfolg aber so unerwartet käme wie eine solide Abwehrarbeit, schaut sich der FC schon einmal auf dem Marktplatz um. Marcel Koller, Drittletzter in der Schweizer Liga mit Grasshoppers Zürich, jedenfalls berichtet von einer Anfrage, „die mich ehrt”. Natürlich.

So ganz nebenbei wird mit solchen Details die Autorität des enorm erfolglosen Coachs weiter untergraben. Immerhin bringt Koller eine Zusatzqualifikation mit, wurde am rheinischen Feiertag, am 11. November, geboren.

Die Mannschaft dagegen möchte gerne mit Friedhelm Funkel zusammenarbeiten. Noch nie habe es einen Trainer gegeben, zu dem das Team einen so guten Draht habe, berichtet Kapitän Dirk Lottner.

Es wird nichts nutzen, wenn die Beute ausbleibt.

Zufällig ist der Zeitpunkt günstig für eine Weichenstellung. Nach dem 8. Spieltag pausiert die Liga, weil die Nationalelf sich zur EM quälen will. Eine gute Gelegenheit zur Einarbeitung - für den neuen Trainer.