Mönchengladbach: Tempo verloren: Gladbach ohne Torchance gegen Sevilla

Mönchengladbach: Tempo verloren: Gladbach ohne Torchance gegen Sevilla

Vorletzter Test von Borussia Mönchengladbach - und Trainer Lucien Favre hatte „eine sehr gute Mannschaft gesehen”. Das Lob besaß allerdings einen Nachsatz - „ich spreche vom Gegner”.

Der hieß FC Sevilla und verkörperte beim 0:0 vor 26.039 Zuschauern im Borussia-Park die Qualität, auf die der Bundesligist auch in der möglichen Champions League stoßen könnte. Nach wie vor strebt der Schweizer an, „Fußball zu spielen” und „Überzahl zu schaffen”. Das misslang deutlich gegen den spanischen Klub.

Ausdruck dieser inhaltlichen Niederlage: Borussia besaß keine Torchance. Weder mit Igor de Camargo vor der Pause, noch mit dem neuen Torjäger Luuk de Jong nach der Pause.

Fehlende Schnelligkeit analysierte Lucien Favre, besonders „bei der Ballannahme und in der Bewegung”. Sein Fazit: „Durchschlagskraft kann man nicht erfinden.” Womöglich aber finden, auch wenn nur noch zwei Wochen Zeit bleibt bis zum Pokalspiel in Aachen.

Letzte Saison definierte sich das Tempo nicht nur in Marco Reus, auch langsame Spieler (wie Mike Hanke) können ein Spiel schnell machen. Aber nur, wenn die Automatismen stimmen. Studieren geht nun über probieren: Der Versuch mit Tolga Cigerci als Neuneinhalber war überflüssig und nur verlorene (Einspiel-)Zeit.

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