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Mönchengladbach: „Stiel weiß, er darf nicht nachlassen”: Melka ersetzt Gladbachs Torwart in Rostock

Mönchengladbach : „Stiel weiß, er darf nicht nachlassen”: Melka ersetzt Gladbachs Torwart in Rostock

Er besitzt Gardemaß mit seinen 1,94 m. Und seine Perspektive ist angesichts des hohen Alters seines ,Vor-Gesetzten Jörg Stiel (34) nicht die schlechteste. Doch Borussia Mönchengladbachs Reserve-Torhüter Michael Melka (24) weiß, wie wichtig es ist, „auch schnell runter zu kommen”.

Für Samstag in Rostock aber meint er damit nur die Abwehrreaktion. Mit dem Mann aus Unna sprach AZ-Redakteur Bernd Schneiders.

Jetzt geht’s nur noch vorwärts?

Melka: Klar, beim Rückwärtslaufen kann man sich ja nur verletzen, wie beim Abschlusstraining vor dem Leverkusen-Spiel.

Aber für Rostock sind Sie fit?

Melka: Kein Problem: Ich habe keine Schmerzen, das Gelenk ist nur noch ein bisschen dick. Mein Vorteil: Ich besitze lockere Bänder. Jeder andere hätte sie sich beim Umknicken gerissen.

Sie sind eben ein lockerer Typ. Haben Sie nicht auch mal gesagt: Ein guter Torhüter misst über 1,90 m?

Melka: Nein. Man muss nicht groß sein, um groß zu sein. Jens Lehmann und Oliver Kahn sind doch auch kleiner als ich. Glaube ich.

Muss ein Torhüter denn arrogant sein, um ein guter zu sein?

Melka: Man darf eine mögliche Unsicherheit nicht nach außen zeigen. Aber es ist ein schmaler Grat zwischen Unsicherheit und Arroganz. Eine gewisse Körpersprache ist wichtig - auf dem Platz. Damit alle sehen: Da steht einer im Tor, bei dem brennt nix an.

Sind Sie denn von Natur aus schon so selbstbewusst?

Melka: Ich spiele schon das siebte Jahr bei den Senioren, habe einiges erreicht. Deutscher A-Jugend-Meister mit Dortmund, mit 21 bereits 70 Regionalliga-Spiele, in der Oberliga in acht Spielen nur ein Gegentor. Das schafft Vertrauen.

Schlafen Sie denn noch immer in schwarz-gelber Bettwäsche?

Melka: Nee, die sucht immer meine Freundin aus. Aber natürlich prägt die Zeit bei einem Klub, wo man so lange gespielt hat. Aber echte Kontakte habe ich nur noch zum Sohn des Hausmeisters.

War es ein Schock, dass Jörg Stiel ein Jahr verlängert hat?

Melka: Damit habe ich gerechnet. Ich weiß auch, wenn Jörg seine Verletzung überwunden hat, spielt er. Ich habe jetzt gegen Rostock die Gelegenheit zu zeigen: Hallo Trainer, ich bin da! Und Jörg weiß, er darf nicht nachlassen.