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Mönchengladbach: Stiel: „Ich glaube an das Gute im Menschen”

Mönchengladbach : Stiel: „Ich glaube an das Gute im Menschen”

Bis letzte Woche war Jörg Stiel das Aushängeschild für die Borussia. Sein Trainer hängte dies am Samstag ab - unwiderruflich.

Der zutiefst enttäuschte Schweizer nahm sich am Sonntag und Montag frei, um mit seiner Familie und seinem Berater über die Konsequenzen zu unterhalten. Mit dem 36-Jährigen sprach unser Redakteur Bernd Schneiders.

Claus Reitmaier hat kaum einen Ball halten müssen. War Ihre Degradierung demnach überflüssig?

Stiel: Im Fußball gibt es nur richtig und falsch. Wir haben 1:0 gewonnen. Also hat der Trainer richtig gehandelt.

Holger Fach hat noch einmal bekräftigt, dass ihm die Entscheidung sehr, sehr schwer gefallen sei, weil er sie auch persönlich sehr schätze.

Stiel: Wenn er das so sagt, glaube ich das - weil ich an das Gute im Menschen glaube.

Sitzen Sie am Sonntag erneut auf der Bank?

Stiel: Ich bin keiner, den man abserviert und dann geht es ganz normal weiter. Das wäre ein bisschen zu einfach. Wir müssen in der Woche sprechen und Lösungen finden.

Sind Sie bei der EM nun maximal als Ersatz-Torhüter dabei?

Stiel: Köbi Kuhn ist bis Samstag davon ausgegangen, dass ich spiele. Barthez ist auch die Nr. 1 geblieben und hat bei ManU nicht gespielt. Einen Anspruch kann ich nicht stellen. Aber wenn der Nationaltrainer mich einfach aufstellt, sage ich nicht nein. Das hätte ich auch am Samstag nicht getan.