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Mönchengladbach: Spiel gegen die „Opfer”: Gladbach unter Druck

Mönchengladbach : Spiel gegen die „Opfer”: Gladbach unter Druck

Die gute Nachricht für alle Fans von Borussia Mönchengladbach: Schiedsrichter Herbert Fandel fällt krankheitsbedingt für die Partie am Samstag gegen 1860 München aus.

Die schlechte: Seine Assistenten Mike Pickel und Harry Ehing stehen dem Fandel-Ersatz Lutz Wagner „zu den Seiten”.

Beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart im vorletzten Heimspiel hatte Ehing den Eindruck hinterlassen, fürs pro Fahne-Heben bezahlt zu werden.

Und an einer Beobachtung des offensichtlich phantasiebegabten Pickel hat sich eine besonders kontroverse Diskussion entzündet: Der „Assi” nahm eine Abwehrbewegung Max Eberls als Tätlichkeit wahr.

Die Rote Karte aber ist für den Verteidiger vergessen, auch wenn er gesteht: „Ich verstehe den DFB nicht: Es gibt doch genug Schiedsrichter.” Doch Gladbach ist nicht Bayern, und Eberl ein Bayer mit Selbstbewusstsein. „Ich werde meinen Stiefel durchziehen.”

Van Houdt und das Lob vom Seiten-Partner

Das muss auch Peter van Houdt, selbst wenn das Publikum ihn wie im letzten Heimspiel gegen Bielefeld zum Buhmann kürt. „Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen”, sagt van Houdts Seiten-Partner Markus Münch. „Wir verstehen uns wunderbar auf dem Platz. Wenn ich nach vorne stoße, sichert er mich ab. Das macht unsere linke Seite in den Heimspielen so stark.”

Der Bökelberg ist aber halt auch die Heimstatt der potentiell Unzufriedenen. Was Hans Meyer nicht verstehen kann im Vergleich zur Vorsaison. Da habe man wesentlich schlechter dagestanden. Ersichtlich für alle, die „nicht Opfer ihrer Hoffnungen und Wünsche sind”.

Doch diese „Opfer” kennt inzwischen auch Markus Münch. „Durch unsere Auswärtspleiten stehen wir in den Heimspielen immer unter Druck. Wenns dann nicht läuft, wirds sehr schnell unruhig.”

Diese Unruhe werde durch das Gladbacher Verletzungspech noch genährt, befürchtet der Linksfuß. „Wir leben von unserer Geschlossenheit. Wenn jedesmal einer reinrutscht, macht uns das schon zu schaffen”, analysiert Münch.

Hausweiler/Demo/Witeczek wird deshalb nach den Ausfällen von Kluge und Ulich die Mittelfeldbesetzung lauten. „Das ist auch spielstark”, glaubt Max Eberl. Sein Gegenpart Markus Münch aber prophezeit: „Es wird gegen die Löwen keinen Schönheitspreis geben.”