1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Bad Kleinkirchheim: Soldo: „Wir haben noch drei Wochen Zeit”

Bad Kleinkirchheim : Soldo: „Wir haben noch drei Wochen Zeit”

Am Tag nach dem ersten Test war nur eine lockere Trainingseinheit für die Kicker des 1. FC Köln angesetzt. Anschließend gab es den ersten freien Nachmittag, den die Profis im Trainingslager am Wörthersee genießen durften.

Diese außerplanmäßige Freizeit war sicherlich kein Resultat der Leistung, die die 1211 Zuschauer am Abend zuvor beim 0:0 im Testspiel gegen den Bundesliga-Konkurrenten Hannover 96 in Bad Kleinkirchheim erlebt hatten. Denn diese Partie war ein typisches Vorbereitungsspiel und offensichtlich nur dazu gut, Trainer Zvonimir Soldo zu zeigen, worauf er in den verbleibenden drei Wochen bis zum ersten Meisterschaftsspiel bei Borussia Dortmund den Schwerpunkt legen muss.

Weil es der - so Soldo - erste wirkliche Test war, hatte der Coach die Spieler auflaufen lassen, die aktuell seine erste Wahl darstellen. Einen ließ er allerdings nur zuschauen: Lukas Podolski. Der Nationalstürmer konnte nach Oberschenkelproblemen erst am Dienstag wieder voll ins Training einsteigen und deswegen noch geschont. Kapitän Milivoje Novakovic steht ohnehin nicht zur Verfügung. Der Torjäger hält sich noch in der Rehaklinik in Donaustauf auf. Soldo hofft zwar noch darauf, dass der Slowene noch nach Velden nachreist, doch diese Hoffnung schwindet immer schneller.

Und ohne „Poldi” und „Nova” verdiente der Sturm des FC an diesem herrlichen Sommerabend im Skiort Bad Kleinkirchheim diese Bezeichnung nicht. In der Summe standen in der statistischen Zusammenfassung der Partie einige mehr oder weniger harmlose Distanzschüsse (Petit, Ishiaku, Womé) und nur eine echte Torchance. Die vergab Sebastian Freis nach 55 Minuten. Nach einem sehenswerten Konter über Wilfried Sanou und Adil Chihi hatte der Neue Hannovers Torhüter Florian Fromlowitz bereits ausgespielt, seinen Schuss klärte Steven Cherundolo aber vor der Torlinie.

Was in der Offensive nicht zusammen passte, sah defensiv schon recht gut aus. Die Viererkette der letzten Saison, mit Boateng und Ersatzkapitän Petit davor, harmonierte schon wieder ordentlich. Mit der Konsequenz, dass das Gehäuse von Faryd Mondragón nur einmal ernsthaft in Gefahr geriet. In der 5. Minute musste der Kolumbianer gegen Mikael Forssell retten.

FC-Trainer Zvonimir Soldo hatte nach diesem Test zwar keinen Grund, seine Mannschaft in den Himmel zu loben, aber auch keinen, sie hart zu kritisieren. „Ich bin ganz zufrieden”, formulierte der Kroate sein Fazit. „Wir haben gut gestanden und wenig zugelassen.” Und um die Kreativ-Defizite abzustellen, „haben wir noch drei Wochen Zeit”.

Köln: Mondragón - Brecko, Geromel, Mohamad, Womé - Chihi (67. Yalcin), Petit (79. Matip), Boateng (46. Pezzoni), Ehret (46. Sanou), - Ishiaku, Freis (79. Brosinski)