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Erfurt/Aachen: Simon Rolfes fällt wegen Jochbeinbruchs aus

Erfurt/Aachen : Simon Rolfes fällt wegen Jochbeinbruchs aus

„Das Ergebnis hat nicht gepasst. Aber über die Transparente von den Fans und die Geschenke habe ich mich sehr gefreut”, bewertet Willi Landgraf sein Rekordspiel trotz der 0:1-Pleite in Erfurt nicht allzu negativ. Gegen 1 Uhr in der Nacht trudelte der Mannschaftsbus am Tivoli ein.

„Es war ruhiger als bei den letzten Fahrten. Die Spieler waren enttäuscht”, sagt Trainer Dieter Hecking.

Ganz bitter endete für Simon Rolfes die Dienstfahrt nach Thüringen. Der Mittelfeldspieler zog sich einen Bruch im Jochbeinbogen zu. Am Nachmittag lag der 20-Jährige schon im Aachener Marienhospital und wurde operiert.

„Das ist in der Nachspielzeit bei einem Kopfballduell passiert”, erläutert der Ex-Bremer, „ich kann noch nicht sagen, wie lange ich pausieren muss.”

Konkreter wird da schon Chefcoach Hecking: „Simon ist unter Vollnarkose operiert worden und wird schon wegen der Narkose-Nachwirkungen am Sonntag gegen Oberhausen pausieren.” Wie Rolfes Heilungsprozess sich dann entwickle, müsse abgewartet werden.

Auch die Gesundheit von Cristian Fiel will Alemannias Trainer nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Da den Offensivmann noch Schmerzen an der verletzten Achillessehne plagen, will Hecking ihn weiter schonen: „Wir haben noch viele Spiele vor uns. Uns hilft es nicht weiter, wenn er zu früh anfängt und die Verletzung womöglich verschleppt.”

Personell wird Hecking gegen RWO also wenigstens eine Position neu besetzen. Den Part von Rolfes soll Dennis Brinkmann übernehmen: „Dennis ist immer ganz nah dran gewesen. Er hatte das Pech, dass Rolfes und Plaßhenrich bislang immer stark gespielt haben.”

Ob die Angriffsformation in gleicher Besetzung mit mit Erik Meijer, Sergio Pinto, Florian Bruns und Kai Michalke aufläuft, will sich der Fußballlehrer noch überlegen: „Zwar hat unsere Offensiv-Abteilung in Erfurt nicht stattgefunden, aber davor hat sie gut funktioniert”, denkt Hecking laut nach: „Die Frage, ob ich den gleichen Spielern wieder vertraue oder nicht, muss ich bis Sonntag beantworten.”

Dann wird Willi Landgraf auch vom Verein für seinen 480er Zweitliga-Rekord geehrt. „Das werde ich noch genießen, dann reicht es aber auch”, sagt Landgraf und hofft, dass vor heimischer Kulisse auch „das Ergebnis passt”.