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Mönchengladbach: Sentimentalitäten stehen gegen Bayer hintenan

Mönchengladbach : Sentimentalitäten stehen gegen Bayer hintenan

Es ist das sportliche Abschiedsspiel für Oliver Neuville. Das feierliche wird er sicherlich noch später bekommen. Doch es gehört zu den netten Geschichten des Bundesliga-Spielplans, dass Borussia Mönchengladbachs Stürmer heute zum Erstligakarriere- und Saisonausklang ausgerechnet auf seinen Ex-Klub Bayer Leverkusen trifft.

Mehr als einen Teileinsatz aber kann ihm Michael Frontzeck dennoch nicht gewähren. Sentimentale Entscheidungen darf sich der Borussen-Trainer trotz aller Verdienste seines Stürmers nicht erlauben. Erst recht nicht nach der 1:6-Blamage des letzten Wochenendes in Hannover. Nur einmal, am zweiten Spieltag gegen Hertha, stand Neuville in der Startelf. Auf nur 217 Spielminuten brachte es der 37-Jährige. Und die 300er-Marke wird er auch heute nicht knacken. „Wir wollen an die guten Leistungen anknüpfen”, fordert Frontzeck. Vor einer Woche hat seine junge Mannschaft spektakulär den Faden verloren. Doch das ist für den Coach abgehakt. Für andere, wie er leicht entnervt meint, noch nicht. „Von mir aus könnt Ihr noch acht Wochen darüber schreiben.” Kein auflage-steigernder Rat, dann steht doch wohl mehr das WM-Finale im Fokus der Öffentlichkeit.

Eine gute Leistung heute - und die Erinnerung der Journalisten könnte sich noch schneller trüben. Leverkusen ist womöglich auch ein leichterer Gegner als Hannover. „Eine echte Herausforderung”, ordnet Frontzeck ein. Das waren für viele Spieler trotz aller Beschwörungen ihres Trainers die 96er als Stolperfalle nach dem Bayernspiel-Höhepunkt nicht. Die Elf von Jupp Heynckes aber bietet keinen Ansatz für selbstmörderische Spannungslosigkeit, der die Borussen in Hannover erlagen.

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Daems - Marx, Bradley - Herrmann, Arango - Bobadilla, Reus