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Köln: „Schnelle Schläge”

Köln : „Schnelle Schläge”

Steht man am Abgrund, müssen manchmal Strohhalme als Brückenpfeiler herhalten. „Wenn es uns gelingt, in Schalke zu punkten, dann ist das ein Rekord für diese Saison.”

„Dann haben wir viermal hintereinander nicht verloren”, zählt Hanspeter Latour, Trainer des 1. FC Köln, vor dem Auftritt der „Absteiger der Herzen” beim „Meister der Herzen” in der Veltins-Arena am Sonntag an den Fingern ab.

Und auch, wenn nichts anderes als ein Sieg den FC noch einmal zurück in Nicht-Abstiegsgefahr bringen würde, auf Biegen und Brechen wollen die „Geißböcke” vom Anpfiff an auf Sieg spielen. „Je länger es uns gelingt, das Spiel offen zu halten, um so größer sind unsere Chancen”, zitiert Latour die Davids-Binse vor dem Kräftemessen mit dem Goliath. So will Köln „etwas kontrolliert, aber mit schnellen, direkten Gegenschlägen” zum Erfolg kommen.

Dafür allein reicht jedoch nicht nur Kampf, auch das Spielerische muss stimmen, um gegen den Tabellenvierten erst einmal in Ballbesitz zu kommen. „Ich wünsche mir eine Phase wie in München gegen die Bayern”, hofft Latour.

Auch den psychologischen Vorteil sieht der FC-Coach in weiß-rot gekleidet: „Das Publikum erwartet eine spielstarke Mannschaft, die uns wegfegt. Gelingt dies nicht, fängt es an zu murren”, prophezeit er vor dem Gastspiel.

Marco Streller ist wieder fit. Und so wird Patrick Helmes, dessen Einwechslung gegen Wolfsburg erst den FC-Heimsieg auf den Weg brachte, wohl nicht zur Startformation gehören, sicher aber zu einem späteren Zeitpunkt ins Geschehen eingreifen.