1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Baesweiler: Schnell, gewitzt und ideenreich

Baesweiler : Schnell, gewitzt und ideenreich

„Hey, was ist hier los?”, rief Leverkusens Gonzalo Castro, die Arme ratlos angewinkelt in Richtung seiner Kollegen. Die Antwort ist einfach: Bayer Leverkusen traf im Sportpark Baesweiler mit Alemannia Aachen auf eine Mannschaft, die in der Saisonvorbereitung deutlich weiter ist, beim Gegner wenig zuließ, die besseren Chancen und mehr Spielverständnis hatte.

Zu Recht lagen die Schwarz-Gelben im Testspiel vor 3770 Zuschauer nach dem Abpfiff mit 1:0 vorn.

Die Alemannia zeigte das gewitztere Spiel, die schnelleren und ideenreicheren Kombinationen. Leverkusen erspielte sich genau zwei Chancen, eine im ersten Durchgang eins mit einem angeschnittenen Freistoß von Gonzalo Castro (Glanzparade Stuckmann), eine im zweiten mit einem Schuss von Theofanis Gekas (Glanzparade Stuckmann).

Ansonsten erarbeitete sich die Mannschaft von Jürgen Seeberger die besseren Möglichkeiten durch Matthias Lehmann (4.), Direktabnahme und Kopfball Nemeth (5. und 7.).

Aachens Führungstreffer geht dann zu mehr als 50 Prozent auf Alemannias slowakischen Stürmer: Nemeth eroberte den Ball gegen Karim Haggui, legte genau auf Markus Daun auf, der dem Torwart keine Chance ließ 31.). „Wir hätten mehr als einen Treffer machen müssen”, ärgerte sich Seeberger ein bisschen, weil auch nach dem Seitenwechsel Lewis Holtby und Nemeth gute Chancen ungenutzt ließen.

Durchaus zufrieden war der Coach allerdings mit dem Defensivvortrag seines Teams: „Olajengbesi, Szukala und Achenbach haben durchgespielt, auch um das Verständnis zu erhöhen. Darauf muss man bauen können, wenn es um die Wurst geht”, meinte Seeberger, der mit der Mannschaft nach dem Spiel zum Trainingslager nach Bitburg abreiste.

Und in der Nachspielzeit? Dass sein Wechsel zu Dynamo Dresden oder, wie griechische Zeitungen berichten, zu einem griechischen Erstligisten perfekt sein soll, beantwortete Alexander Klitzpera eindeutig nicht und nicht eindeutig: „Wenn es etwas zu vermelden gibt, dann wissen es die Aachener doch immer zuerst.”