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Gent: Schlaudraff meldet sich als Torschütze an

Gent : Schlaudraff meldet sich als Torschütze an

Es ist eine weit verbreitete Praxis, in Testspielen alles auf den Platz zu jagen, was laufen kann. Oft steht auch noch die taktische Ausrichtung auf dem Prüfstand. Alles anders bei Alemannia Aachen.

Nach der spektakulären Hinrunde verweigert Dieter Hecking mit guten Argumenten die große Rotation.

Und so sorgte das bewährte Personal für den verdienten 2:1-Sieg zum Jahresaufgalopp bei KAA Gent, dem Tabellenvierten der 1. belgischen Liga. Fazit des Trainers: „Unter Berücksichtigung, dass wir viel im Wald waren, eine ansprechende Leistung, gewohnt kompakt und aggressiv.”

Der Schwerpunkt der Einheiten - das Spiel in die Spitze - wurde „gut umgesetzt”, die „Kleinigkeiten wie einige Stellungsfehler” macht Hecking am Dienstag zum Thema der Besprechung. „Da kann Laurentiu Reghecampf gleich zuhören.”

Pinto eröffnet das Jahr

Ohne Reiner Plaßhenrich (Kapseleinriss) und Moses Sichone, der zum Rückrundenauftakt am 24. Januar in Frankfurt gesperrt ist und der deshalb schon mal von Thomas Stehle vertreten wurde, zeigte das Erfolgsteam auch gegen die Belgier die wesentlich bessere Spielanlage und -freude.

Sergio Pinto (29.) versenkte vor 500 Zuschauern den Ball zum ersten Tor des Jahres in den Winkel, Jan Schlaudraff (63.) setzte Sekunden nach seiner Einwechslung mit dem 2:0 gleich mal ein Ausrufezeichen.

„Im Großen und Ganzen waren meine ersten 30 Minuten schon okay”, sagte die Gladbach-Leihgabe, „natürlich muss ich noch die Laufwege besser kennen lernen.”

Smoje (67.) konnte per Kopf nur noch für die Elf des ehemaligen belgischen National- und Roda-Trainers Georges Leekens verkürzen.

Der inzwischen auf 25 Mann gewachsene Kader eröffnet Dieter Hecking Möglichkeiten, von denen andere träumen. „Das ist gut, aber es besteht auch die Gefahr, dass man sich verzettelt. Wenn man nur sieht, was wir in der Offensive alles machen können! Da muss ich mich selber einbrem- sen. Außerdem haben wir keine Zeit zum Experimentieren. Altbewährtes wird beibehalten.”

Nun wurden Reghecampf und Schlaudraff nicht verpflichtet, um auf der Bank zu sitzen. Hecking: „Das macht die Situation für die, die hinten dran stehen, nicht einfacher. Aber auch die beiden Neuen müssen was anbieten und sich so aufdrängen, dass ich keine Wahl habe. Laurentiu und Jan stoßen zu einer verdammt guten Mannschaft.”