1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Köln: Scherz kritisiert egoistische Kollegen

Köln : Scherz kritisiert egoistische Kollegen

Der 1. FC Köln perfektioniert offenbar das Verlieren. Unglücklich in Mönchengladbach, unverdient gegen Kaiserslautern und dramatisch in Schalke - drei Spiele, drei Lektionen in Sachen Bundesliga.

„Ich bin seit 13 Jahren Profi”, schüttelte Kapitän Dirk Lottner mit starrem Blick den Kopf. „Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.”

Doch eines hat er seinen Kollegen nach dem Abend mit dem grausamen Ende in der Arena mit auf den Weg gegeben: „Wir sind als Einheit aufgetreten und haben gezeigt, dass wir mit jedem mithalten können.”

Doch es hatte nicht alles mit fehlendem Glück zu tun. Und auch Schiedsrichter Wolfgang Stark war nicht der entscheidende Faktor. „Wegen dem haben wir nicht verloren”, schimpfte Matthias Scherz. „Wir haben verloren, weil wir ein paar große Egoisten in unseren Reihen haben.”

Der Stürmer war sauer auf die Kollegen Andrey Voronin und Marius Ebbers. Zu eigensinnig, zu egoistisch, befand Scherz.

Chancen hatten die beiden für zwei Spiele, doch zu selten den Blick für den besser postierten Kollegen. An dieser Sollbruchstelle muss Trainer Friedhelm Funkel noch Überzeugungsarbeit leisten.

Die Null-Ausbeute nach drei Spielen beunruhigt den FC-Übungsleiter nicht. „Ich habe gut geschlafen”, schilderte Funkel am Montag seine Gemütslage. „Wir haben gut gespielt. Es ist ja noch gar nichts passiert. Zu den Nicht-Abstiegsrängen sind es nur zwei Punkte.”

Die beiden nächsten Partien gegen Dortmund muss Jörg Heinrich auf der Tribüne erleben. Das DFB-Sportgericht sperrte den Abwehrspieler nach der Roten Karte wegen „Tätlichkeit gegen den Schalker Jochen Seitz nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung” für zwei Spiele. Der FC akzeptierte. Das Urteil gegen Seitz steht noch aus.