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Köln: Sachlichkeit statt Selbstzufriedenheit beim FC

Köln : Sachlichkeit statt Selbstzufriedenheit beim FC

Da könnte sich der Fußball-Zweitligist 1. FC Köln mal ein paar „euphorische Blößen” geben, über die Situation des einzigen deutschen Profi-Klubs der Saison ohne Pflichtspiel-Niederlage ein Loblied in eigener Sache singen. Und was ist?

Nix ist! Eher dröge sitzen Manager Andreas Rettig und Trainer Friedhelm Funkel im Geißbockheim am Tisch - die Inkarnation der Sachlichkeit. Aber das ist es wohl, was den Erfolg ausmacht.

Weil die Beteiligten aus eigener Erfahrung wissen, wie dünn das Eis ist. Auch nach dem Pokalsieg über Hoffenheim (5:1) und vor der Begegnung des Tabellenführers gegen den SSV Reutlingen am Sonntag.

Friedhelm Funkel spricht lieber darüber, dass der SSV „eine ganz starke Kontermannschaft ist, die in Braunschweig, in Mainz oder in Freiburg gewonnen hat. Und in Freiburg 4:1 zu gewinnen, das haben noch nicht viele geschafft.”

Die „Geißböcke” sind also gewarnt. Funkel: „Wir müssen defensiv sehr gut stehen und dennoch das Angriffsspiel nicht vernachlässigen. Wir finden eine Mischung aus beidem und gehen mit einem gewissen Selbstbewusstsein in die Partie. Die Gefahr der Überheblichkeit sehe ich überhaupt nicht.”

Verzichten muss der Coach auf den im Pokal starken Markus Dworrak, der sich gestern im Training eine Leistenverletzung zuzog. Lediglich die Personalie Alexander Bade gab Funkel noch preis. Er steht wieder anstelle von Markus Pröll zwischen den Pfosten.

Und dass es ein Luxusproblem sei, dass gegen Hoffenheim die Stammkräfte Alex Voigt, Florian Kringe, Christian Springer und Markus Kurth auf der Bank saßen; statt ihrer Andrew Sinkala, Francis Kioyo, Markus Kreuz und Dworrak überzeugten, sieht Funkel anders: „Das ist kein Luxusproblem, das ist gut so. Auch Sonntag wird der eine oder andere draußen bleiben müssen.”

Die besten Chancen des Quartetts, in die Anfangsformation zu rücken, dürfte Kreuz haben.