Mönchengladbach: Rekordeinkauf de Jong verspricht: „Ich werde jeden Tag hart arbeiten”

Mönchengladbach: Rekordeinkauf de Jong verspricht: „Ich werde jeden Tag hart arbeiten”

Das Tauziehen ist beendet: Am Mittwochmorgen hat Borussia Mönchengladbach die Verpflichtung von Luuk de Jong bekanntgegeben. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart, vermutlich wird Sportdirektor Max Eberl aber rund 12 Millionen Euro an den niederländischen Erstligisten Twente Enschede überweisen.

Damit wäre der niederländische Nationalstürmer der teuerste Transfer in der Vereinsgeschichte des Fußball-Bundesligisten. Im Erfolgsfall (Champions-League-Qualifikation und geschossene Tore) könnten die Niederländer bis zu 3,5 Millionen Euro zusätzlich kassieren. Nach Borussia-Angaben erhält de Jong einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2017.

„Wir freuen uns sehr, dass der Transfer nun endlich über die Bühne ist und Luuk am Freitag mit ins Trainingslager am Tegernsee reisen kann”, wird Eberl auf der Borussia-Homepage zitiert. „In Luuk de Jong bekommen wir einen hochtalentierten Angreifer, der trotz seiner erst 21 Jahre schon reichlich internationale Erfahrung mit dem FC Twente und der niederländischen Nationalmannschaft gesammelt hat.”

Bereits am Dienstag hatte de Jong beim offiziellen Fotoshooting des FC Twente für die neue Saison gefehlt - weil er am Abend noch die letzten sportlichen Untersuchungen hinter sich bringen musste. Bei der Borussia stand der Angreifer seit einigen Wochen auf der Liste, de Jong galt immer als Lucien Favres Wunschkandidat. Der Transferpoker wurde jedoch von Twente-Präsident Joop Munsterman erschwert, der utopische Zahlen (20 Millionen Euro Ablöse) mit an den Verhandlungstisch brachte.

Doch beirren ließ sich Eberl davon nicht. Borussias Sportdirektor blieb seiner Linie treu und brachte den Transfer-Coup mit seiner gewohnten Ruhe und Souveränität über die Bühne. Der Niederländer erzielte in den beiden vergangenen Spielzeiten in der niederländischen Ehrendivision in 75 Spielen für Twente 39 Tore. Bei seiner offiziellen Vorstellung am Mittwochnachmittag präsentierte sich der 21-Jährige angriffslustig: „Ich bin Stürmer. Ich will Tore schießen. Und ich werde jeden Tag hart arbeiten”, versprach de Jong im Borussia-Park.

Die Borussia ist mit dem Millionengeschäft um de Jong aktueller Einkaufskrösus der Bundesliga: In die Verpflichtungen des Niederländers, von Granit Xhaka (FC Basel/rund 8,5 Millionen Euro), Alvaro Dominguez von Atletico Madrid (rund 8,0) und Peniel Mlapa von 1899 Hoffenheim (rund 2,5) investierte der Verein bislang mehr als 30 Millionen Euro.

„Mehr geht nicht”, sagte Sportdirektor Max Eberl. Diesen Ausgaben stehen allein durch die Verkäufe von Marco Reus für 17,1 Millionen Euro an Double-Gewinner Borussia Dortmund und von Dante für etwa 4,7 Millionen Euro an Rekord-Titelträger Bayern München gegenüber.

„Natürlich”, meinte Eberl, „wird Luuk de Jong an der Transfersumme gemessen. Aber er braucht Zeit, hier anzukommen. Wir sollten nicht zu viel Druck aufbauen.” Doch eines machte er klar: „Wir haben mit Marco Reus viele Tore verloren” - de Jong ist auserkoren, den Neu-Dortmunder, der 2011/2012 18 Erstligatreffer für den Überraschungs-Tabellenvierten erzielte, als Goalgetter im Team von Trainer Lucien Favre zu beerben.

„Wir freuen uns sehr, dass der Transfer endlich über die Bühne ist und Luuk am Freitag mit ins Trainingslager am Tegernsee reisen kann”, meinte Eberl. „In Luuk de Jong bekommen wir einen hoch talentierten Angreifer, der trotz seiner erst 21 Jahre schon reichlich internationale Erfahrung mit dem FC Twente und der niederländischen Nationalmannschaft gesammelt hat.” De Jong passe zur Borussia, ergänzte Eberl: „Von der Altersstruktur, vom Ehrgeiz, von seiner Entwicklung.”

Mit de Jong stehen 28 Spieler aus elf Ländern im aktuellen Kader von Favre. Der Altersdurchschnitt beträgt 24,4 Jahre.