Mönchengladbach: Realistische Synthese oder Quadratur des Kreises?

Mönchengladbach: Realistische Synthese oder Quadratur des Kreises?

Das Wort Endspiel wurde bereits in der Hinrunde für Borussia Mönchengladbach häufiger angekündigt, als der Tabellenletzte Punkte hat.

Auch die Rückrunde startet als Endspiel - mag sich Trainer Michael Frontzeck noch so sehr dagegen wehren. „Vor zwei Jahren ist Hans Meyer mit elf Punkten ins neue Jahr gestartet und hat zum Auftakt beim VfB Stuttgart 0:2 verloren - und war dennoch nicht zu dem Zeitpunkt abgestiegen”, wehrt sich der Hüter von nur mehr zehn Zählern gegen den Alles-oder-Nichts-Charakter des Spiels am Samstag beim 1. FC Nürnberg. „Wir haben 17 Spiele, um unser großes Ziel zu verwirklichen.”

So muss ein Trainer reden, der seine mental eh angeschlagene Mannschaft nicht noch mehr unter Druck setzen möchte. Denn die Aufgabe beim „Club” ist kompliziert genug. Wie soll Frontzeck die Synthese hinbekommen zwischen der bisher vermissten Stabilität in der Abwehr und dem Zwang, fast schon permanent auf Sieg spielen zu müssen? Ist diese Synthese gar die Quadratur des Kreises? Michael Frontzeck hütet sich natürlich, den Offensiv-zwang überzubetonen. „Unsere taktische Ausrichtung wird nicht anders sein als die, die wir unter normalen Umständen dort einschlagen würden”, behauptet der Borussen-Coach. Und zählt die Gebetsmühlen-Begriffe der letzten 17 Spieltage auf. „Spielkontrolle, kompakt stehen, gut gegen den Ball arbeiten - nach vorne spielen wir immer unsere Chancen raus.”

Alte Wünsche, wenn nicht Träume - zumindest einiges Personal, dies endlich mal auch umzusetzen, ist neu. Die Hoffnungsträger heißen Martin Stranzl, Havard Nordtveit und Mike Hanke.

Logan Bailly dagegen scheint es nicht mal mehr in den Kader zu schaffen. Zwar will Frontzeck erst heute den Kader bekanntgeben, doch als zweiter Torhüter wird wohl Marc-Andr ter Stegen nominiert werden. „Logan ist nach seiner Verletzung aber noch nicht in dem Zustand, den ich mir vorstelle”, beschied sein Trainer.