1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Wolfsburg: Punkt für Kölner Psychohaushalt

Wolfsburg : Punkt für Kölner Psychohaushalt

Üblicherweise in den vergangenen Jahren traten die Fußballer des 1. FC Köln ihre Heimreise von einem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg mit verbiesterten Gesichtern oder hängenden Schultern an.

Mal hatte es sechs Gegentore gesetzt, mal fünf und wenn es mal glimpflich abgegangen war, hatte es nur ein 0:2 gegeben. Insofern spielte sich am Samstag gegen 17.19 Uhr Außergewöhnliches in der schicken VW-Arena ab. Die Spieler in den schwarzen Trikots stupsten sich in die Seite oder klatschten sich ab.

Stefan Wessels, der Torhüter, nahm sogar Lukas Podolski, den jüngst ein bisschen schwächelnden Stürmerstar, in den Arm. Der kölsche Fußballprinz hatte zwar auch dieses Mal nicht überragt und auch nicht den späten 1:1-Ausgleich für seine Farben markiert (88.), aber genau wie die weniger prominenten Kollegen mächtig geackert für dieses doch so wert volle Pünktchen.

Dass die kess aufspielenden Domstädter bei den „Wölfen” überhaupt in Nöte kamen, hatten sie ihrer chronischen Schwäche bei Standards zu danken. So nutzte VfL-Stürmer Diego Klimowicz eine erneute Schläfrigkeit der kölschen Innenverteidigung zum 1:0-Gegentreffer Nr. 12 nach ruhendem Ball. Nur gut, dass der eingewechselte Youngster Denis Epstein in seinem zweiten Profispiel nicht nur frech aufspielte, sondern gleich auch noch sein erstes Tor erzielte. „Ist doch egal, wer das Tor gemacht hat. Hauptsache, der Druck ist jetzt weg”, befand der gebürtige Kölner hinterher cool.