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Mönchengladbach: Polanski-Rückkehr „unrealistisch”, Anderson soll bleiben

Mönchengladbach : Polanski-Rückkehr „unrealistisch”, Anderson soll bleiben

Die Mönchengladbacher Fans freuen sich, dass ihre Borussia nicht gewillt ist, Dante abzugeben. Sportdirektor Max Eberl hat dies versichert - und muss das nun ausbaden.

Große finanzielle Sprünge sind durch das Setzen auf den brasilianischen Innenverteidiger nicht mehr drin in dieser Saison. Der Jung-Manager muss froh sein, dass der wahrscheinliche Verkauf von Michael Bradley an Aston Villa rund viereinhalb Millionen Euro in die Transferkasse spülen würde. Der englische Erstligist, an den der US-Boy ausgeliehen ist, hat die Kaufoption gezogen. Die Suche nach einem neuen Trainer verschleppt allerdings die Verhandlungen.

„Wir können nur das ausgeben, was wir einnehmen”, lautet das fast schottische Motto des Borussen-Managers. Und von den Bradley-Millionen würde nicht mehr viel übrig bleiben, wenn die Verhandlungen mit dem Karlsruher SC zum Abschluss gebracht werden.

Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann und Mittelfeldspieler Lukas Rupp sind sich mit Borussia bereits einig. Doch Zeiten, in denen Zweitligaspieler mit Potenzial nach oben unter einer Millionen Euro zu bekommen sind, sind vorbei. Und auch ein publiziertes Kompensationsgeschäft mit Gladbachs Abwehrspieler Bamba Anderson ist kein Thema. „Nach den Erfahrungen mit unserem Verletzungspech, brauchen wir noch einen Innenverteidiger.”

Eberls Königstransfer ist zumindest wenig „belastend”: Oscar Wendt, schwedischer Linksverteidiger vom FC Kopenhagen, will kommen, ist ablösefrei, derzeit aber noch mit der Nationalmannschaft unterwegs. Kein Thema ist Rechtsverteidiger Marcos Camazotto von Club Brügge. Und eine Rückholaktion Eugen Polanski ist nicht von Eberl initiiert und für ihn „unrealistisch”.

Torhüter Logan Bailly, Tobias Levels, Karim Matmour, Marcel Meeuwis, Torhüter Fredric Löhe und Jens Wissing bilden Borussias Angebotspalette für andere Klubs. Zu ihr könnte auch Mo Idrissou stoßen, der mit seiner anarchischen Spielweise nicht gerade der Lieblingsspieler von Lucien Favre sein kann. Sollte der Kameruner das einsehen, müsste Gladbach im Sturmzentrum noch mal aktiv werden, Rückkehrer Raul Bobadilla ist kein Kopfballungeheuer.

Und auch Joshua King, ausgeliehener ManU-Stürmer, ist wie der verpflichtete australische Junioren-Nationalspieler Matthew Leckie (20) eher ein Flügelflitzer denn ein Stoßstürmer. Ein Sechser mit mehr Qualität und Erfahrung als das Pärchen Neustädter/Nordtveit wäre sinnvoll, aber finanziell auch nur schwer zu stemmen.