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Mönchengladbach: Pferdefüße, oder: Fohlen in der Pfalz

Mönchengladbach : Pferdefüße, oder: Fohlen in der Pfalz

Die Rückkehr der Fußball-Ritter: Ivo Ulich, Peer Kluge und Markus Münch könnten am Samstag in Kaiserslautern das fußballerische Potenzial Borussia Mönchengladbachs vervielfachen.

Doch mit dieser Top-Besetzung liefe das geplante Drei-Punkte-Drama Gefahr, zum reinen Science-Fiction-Epos zu verkommen. Denn alle drei sind gesund, aber noch nicht per se für 90 Minuten fit.

Zudem ist der Einsatz weiterer Reha-Profis zwingend: Neben Morten Skoubo - fit! - kann im Sturm entweder Arie van Lent oder Mikael Forssell beginnen.

Nun mag man nicht gerade von einer Entscheidung zwischen Pest und Cholera reden. Doch es ist die Wahl zwischen (überstandenem) Kreuzbandriss und (überstandenem) Knorpelschaden. Keiner der beiden Stürmer schafft eine komplette Spielzeit.

Und um die Malaise komplett zu machen, kann man auch nicht auf die Unversehrtheit des Steffen Korell setzen. Der Innenverteidiger musste in München vorzeitig raus mit Beschwerden im frisch operierten Knie.

Sechs Wackelkandidaten, da liegt eine Petition bei der Bundesliga-Behörde nahe: „Ich werde einen Antrag bei der DFL stellen, dass wir doppelt so viele Spieler einwechseln dürfen”, sagt Trainer Hans Meyer. Es dürfte bei dreien bleiben, trotz dieser „gewichtigen” Bitte.

Apropos Gewicht: Ein Kilo „Untergewicht” hat Arie van Lent. Doch mit diesen Pfunden kann der Torjäger nicht wuchern. „Ich habe das Gefühl, dass der Trainer nicht das Risiko nimmt, mich von Anfang an zu bringen.”

Doch im Duell mit dem Pfälzer Konkurrenten wird Meyer nicht mit Netz und doppeltem Boden arbeiten können. Zumal auch Lawrence Aidoo erst heute von der Beerdigung seiner Großmutter zurückkehren soll.

Pferdefüße haben Konjunktur beim „ Kampf der „Fohlen” mit den „Roten Teufeln”. Und Meyers Hoffnung - „Vielleicht hat Lautern nach dem Pokalerfolg drei Tage gefeiert” - wird wohl nur ein frommer Wunsch bleiben.