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Köln: Overath: „Der Druck ist zuviel für Podolski”

Köln : Overath: „Der Druck ist zuviel für Podolski”

Der Präsident des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln macht sich ernste Sorgen um seinen Torjäger Lukas Podolski. „Lukas ist der ganzen Sache nicht mehr gewachsen, er leidet unter diesem Druck”, sagte Wolfgang Overath in einem Interview mit dem Sportmagazin „Kicker”.

Der ständige Wirbel um den 20-jährigen Nationalstürmer müsse mal ein Ende haben. „In dieser Sache muss verdammt noch mal endlich Ruhe rein. Merken die Leute denn nicht, was sie dem Jungen antun?”, so Overath.

Auch Podolski selbst hofft, dass sich die Aufregung wieder legt. „Es ist Wahnsinn, wer hier alles seinen Senf dazu abgibt. Ich hoffe, die Sache beruhigt sich. So kann es nicht weitergehen.”

Besonders der private Ausflug nach Barcelona am vergangenen Sonntag und Montag hatte für Aufruhr und Mutmaßungen am Rhein gesorgt. „Es war mein freier Tag, meine Güte. Ich habe doch nichts Verbotenes getan”, sagte Podolski. „Es ist schon nervend, wenn man sich nicht mehr frei bewegen kann.”

Durch den Rummel um seine Person fehle ihm momentan die volle Konzentration auf das Fußball spielen: „Ich habe Spaß am Fußball, ohne Ende. Ich will mich für den FC auf meinen Job konzentrieren. Aber das ist momentan fast unmöglich.”

Dass nicht nur der Druck von Außen, sondern auch ein Problem zwischen Podolski und FC-Trainer Uwe Rapolder Ursache für seine seit Wochen anhaltende Formschwäche ist, hält Overath für totalen Quatsch. „Es gibt keine Aversion von Lukas gegen den Trainer. Uwe Rapolder will, wie wir alle, dass Lukas gut spielt.”

Nichts dran sei an den Spekulationen, dass Bayern München bereits eine Vereinbarung mit Podolski über einen Wechsel an die Isar getroffen haben soll. „Es gibt keine Vereinbarung, das ist die Sache doch gar nicht wert”, sagte Overath.

Zu einem vorzeitigen Transfer seines Stürmerstars zum FC Bayern bereits in der Winterpause, erklärte Kölns Vereinschef zudem: „Wir wollen Lukas halten, wenn möglich mit ihm verlängern. Da kann er noch zehn Mal schlecht spielen. Das ändert gar nichts.”