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Aachen: Ohne Überstunden ins Achtelfinale?

Aachen : Ohne Überstunden ins Achtelfinale?

Pokal-Zeit ist, ein Erstligist kommt, doch das Prädikat „Straßenfeger” wird sich diese Partie nicht verdienen. Viele Gründe gibt es, warum Alemannia Aachen (außer für den überdachten Stehplatz) noch in allen Kategorien Karten feil bietet zum Zweitrundenspiel am Dienstagabend (19 Uhr) gegen den VfL Bochum.

Die schwerwiegendsten: Der Gegner hat nun nicht gerade den ganz großen Namen, und die Kontrahenten dümpeln in ihrem Kerngeschäft Ligabetrieb dahin, jenseits der eigenen Erwartungen. Dennoch freut sich Aachens Coach Guido Buchwald auf eine „schöne Abwechslung” und verkündet: „Wenn wir im Elfmeterschießen weiterkommen, wären wir auch zufrieden. Aber unser Ziel muss es sein, das Spiel in 90 Minuten zu entscheiden.”

Der Blick in die gemeinsame Pokal-Historie (1983 und ´84 schaltete Alemannia den VfL mit 1:0 und 3:0 aus) dient nur Bilanz-Fetischisten als moralischer Krückstock; Buchwald geht es darum, den Frust des 2:2 gegen Hoffenheim zu vertreiben und dabei Überstunden zu vermeiden, denn: „Zum Freitagspiel steht uns eine lange Busfahrt nach Aue bevor.” Keine glückliche Terminplanung sei das, „da sollte sich die DFL mal Gedanken machen”.

Vor Bochum, dem Bundesliga-16., erstarrt Buchwald nicht in Ehrfurcht, „eine sehr geordnete Mannschaft” zwar mit „zwei, drei sehr guten Spielern” wie Epalle, aber „ohne Durchschlagskraft nach vorne, und insgesamt ist der Unterschied zwischen den Kadern nicht so groß”. Der Trainer versucht, seiner Mannschaft trotz fehlender Ergebnisse „die Tendenz der letzten Wochen zu zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Inhalt des Spiels wird immer besser. Und das sollte uns optimistisch für die Zukunft machen.”

Wie bereits angekündigt, übergibt Szilard Nemeth („Wir wollen ihn nicht überfordern”) an Marius Ebbers. Der Torjäger der Aufstiegssaison soll „um Todor Kolev herum” und nicht in vorderster Front spielen. „Nach seiner Verletzung hat Marius sich wieder herangekämpft”, erstmals seit dem 0:0 gegen 1860 München Mitte September gehört Ebbers wieder zur Startelf.

Auf weitere Änderungen verzichtet Buchwald. Patrick Milchraum zum Beispiel, gegen Hoffenheim auf dem aufsteigenden Ast, wolle er „vom Kopf her nicht mitgeben: Du brauchst jetzt eine Schonung, sondern Du bist dabei, die Position zu festigen. Patrick ist Sonderschichten im Training gefahren”, die sich langsam auszahlen.

Seine Hand hält Buchwald desweiteren über Pekka Lagerblom. Der wird zwar nicht spielen, aber auch nicht aus dem Kader geworfen nach den „Böcken” von Freitag. „Ich habe mit ihm gesprochen, er weiß um die Fehler. Doch ich schiebe nicht ihm alleine den Schwarzen Peter zu.” Wichtiger Zusatz für die Allgemeinheit im Kader: „Ich erwarte, dass diejenigen, die reinkommen, unser Plus sind, um Spiele auch zu gewinnen.” Nächste Gelegenheit: Dienstagabend.