1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Hoffenheim: Novakovic und Helmes die Erfolgsgaranten

Hoffenheim : Novakovic und Helmes die Erfolgsgaranten

Milivoje Novakovic hatte seinen ganz persönlichen Abgang. In der ersten Minute der Nachspielzeit ausgewechselt, durfte sich der Slowene über eine Umarmung von Trainer Christoph Daum und die Lobgesänge der Fans freuen. Wieder einmal hatte der Stürmer maßgeblichen Anteil an einem Erfolg des 1. FC Köln.

Beim 2:0 (1:0)-Sieg der Geißböcke in der 2. Fußball-Bundesliga bei der TSG Hoffenheim markierte Novakovic den ersten Treffer mit seinem zwölften Saisontor selbst (30.). Das 2:0 leitete er mit einem Doppelpass mit dem Vollstrecker Patrick Helmes ein (69.).

Doch als spielentscheidenden Mann sah sich Novakovic nach dem Schlusspfiff nicht. „Das Kompliment gilt der ganzen Mannschaft”, sagte der Torjäger. Und nicht nur er. „Das war die beste Mannschaftsleistung, seit ich Trainer in Köln bin”, lobte Daum und war insbesondere von der „Super-Einstellung” und der „agressiven Spielweise” seiner Profis endlich einmal begeistert.

Wieder im Rennen

In der Tat zeigten die FC-Kicker in Hoffenheim Charaktereigenschaften, die man bislang in dieser Saison so oft bei ihnen vermisst hatte: Jeder kämpfte für jeden, die Spieler feuerten sich gegenseitig an und zeigten vollen Einsatz. Vielleicht ist dieser Sieg ja tatsächlich ein Durchbruch, wie der Trainer glaubt. Im Kampf um den Aufstieg ist der FC jedenfalls wieder im Rennen.

Dass Daum „die Willensstärke” seiner Elf als die entscheidenden Prozentpunkte sah, zeigt der Blick auf die Statistik: 17:10 Torschüsse für die heimische TSG, 15:5 Ecken. Doch am Ende stand die Null, weil Hoffenheim seine Chancen nicht nutzte. Zwei Mal warf sich beispielsweise Antar in die Schüsse von Carlos Eduardo (21.) und Luis Gustafo (22.), zwei Mal vergaben Vedad Ibisevic (78.) und Per Nilsson (83.) und sorgten somit für die erste Niederlage der TSG seit neun Begegnungen.

Ehret verletzt

Allerdings hatten die Kölner, bei denen Fabrice Ehret kurz vor Schluss verletzt ausgewechselt werden musste, insgesamt die klareren Torgelegenheiten. Ob Novakovic (39.), Kapitän Matthias Scherz (66.) oder Antar (72.) - der Ball hätte durchaus noch öfters die gegnerische Torlinie überqueren können. Doch immerhin zwei Mal durften die Kölner jubeln.

Beim 1:0 düpierte Novakovic den zu weit vor seinem Gehäuse postierten TSG-Torhüter Daniel Haas von der Strafraumgrenze mit einem gefühlvollen Heber. Beim 2:0 zeigte Helmes seine Klasse.

Bei aller mannschaftlichen Geschlossenheit erhielt der Nationalspieler übrigens doch ein Sonderlob des Trainers. „Patrick hat heute für zwei gearbeitet, als Stürmer und auch als Abwehrspieler”, urteilte Daum.

Kapitän Scherz stimmte - wie die anderen - auf das Loblied „vom Erfolg der Mannschaft” an und verriet, dass sich die Spieler noch einmal zusammengesetzt hatten, um den zuletzt oft vermissten Zusammenhalt zu beschwören. Ob der nachhaltig ist, wird sich im nächsten Spiel am Sonntag gegen Augsburg zeigen.