Mönchengladbach: Nach den Millioneneinkäufen: Trainer Favre warnt vor zu viel Euphorie

Mönchengladbach: Nach den Millioneneinkäufen: Trainer Favre warnt vor zu viel Euphorie

Trotz der Millioneneinkäufe vor der neuen Bundesligasaison warnt Trainer Lucien Favre vor zu hohen Erwartungen an die Fußballprofis von Borussia Mönchengladbach.

„Im Moment ist nur noch von den Neuzugängen die Rede, aber man darf nicht vergessen, wen wir verloren haben. Wir müssen unsere Mannschaft neu aufbauen”, sagte der Coach in einem am Donnerstag auf der Vereinshomepage veröffentlichten Interview.

Außer Marco Reus (Borussia Dortmund) verließen auch Dante (Bayern München) und Roman Neustädter (Schalke 04) den fünfmaligen deutschen Meister. „Das ist so, als würde der FC Barcelona Messi, Xavi und Piqué verlieren”, meinte Favre.

Die Millioneneinnahmen für die Abgänge hat Mönchengladbach komplett in die Mannschaft reinvestiert und Luuk de Jong (Twente Enschede/rund 12 Millionen Euro), Granit Xhaka (FC Basel/rund 8,5), Alvaro Dominguez (Atletico Madrid/rund 8,0) sowie Peniel Mlapa (1899 Hoffenheim/rund 2,5) verpflichtet. „Wir sollten uns nicht davon blenden lassen, dass wir viel Geld auf dem Transfermarkt ausgegeben haben. Wir haben auch viel Qualität verloren”, betonte Favre.

Für die Neuzugänge fordert der Trainer Geduld. „Es ist gut, dass die Spieler in der Schweiz, in den Niederlanden oder in Schweden auf sich aufmerksam gemacht haben. Aber es ist eine andere Sache, sich auch in der Bundesliga durchzusetzen”, sagte Favre. Es werde seine Zeit brauchen, „bis wir soweit sind, den nächsten Schritt zu machen”, sagte der 54-Jährige.

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