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Mönchengladbach: Mönchengladbach gegen Bremen mit Doppelspitze?

Mönchengladbach : Mönchengladbach gegen Bremen mit Doppelspitze?

Einen sportlichen Hoffnungsträger hat man bei Borussia Mönchengladbach nicht. Die Phase in der Winterpause, in der man - wie seinerzeit Michael Forsell, der die Mannschaft fast im Alleingang rettete - einen Torjäger verpflichten konnte, hat man untätig verstreichen lassen. Der einzige Hoffnungsträger ist derzeit Jos Luhukay, ein Trainer, der konzeptionell die Zukunft sichern kann - wenn man ihn lässt.

Aktuell muss der Mann aus Venlo allerdings das Unmögliche schaffen, um den Klassenverbleib zu sichern. Keine Alternative in der Sturmbesetzung, die wirklich einen Fortschritt in Sachen Torgefährlichkeit versprechen würde. Keine Zeit, mit dem vorhandenen Personal die Sturm-Defizite wegzutrainieren. Nur noch zwölf Spiele, das erste aus dem womöglich dreckigen Dutzend Sonntag gegen Werder Bremen. Nur gut, dass Luhukay schon vom Naturell her nicht die Verzweiflung ausströmt, die allenthalben das Umfeld der Borussia erfasst hat.

So stellte er sich und der Mannschaft schon am letzten Samstagabend unbeirrt die Aufgabe für den Sonntag: „Wie kann man das Offensivspiel beleben? Wie kommen wir dahin, in der Gefahrenzone etwas zu erzwingen?” Eine Antwort, wie und mit wem es auf jeden Fall nicht geht, liefert ihm Kah?. Der als Stoßstürmer eingekaufte Brasilianer leidet nach seiner chronischen Strafraum-Allergie jetzt auch noch an einer schnöden Grippe. Womöglich nutzt Luhukay die Gunst der Stunde und versucht es mit einer Doppelspitze Nando Rafael/Michael Delura.

Problem-Position Nr. 2: der Mann vor der Abwehr. Der bekommt es mit Bremens Diego zu tun, wenn der nicht wegen seiner Muskelprobleme ausfällt. Dann wäre sicherlich Bo Svensson gegen Tim Borowski der geeignete kopfballstarke Gegenspieler. Ansonsten bliebe gegen Diego für den formschwachen Eugen Polanski nur die (Pseudo-)Alternative Hassan El Fakiri.