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Köln: Mit viel Euphorie und etwas Geduld

Köln : Mit viel Euphorie und etwas Geduld

Der 1. FC Köln gehört zu den ersten Adressen der Fußball-Bundesliga. Was sich sportlich nach Zukunftsmusik anhört, ist auf dem Feld der Euphorie Aktualität.

Denn nirgendwo in Deutschland reifen Träume so schnell wie rund ums Geißbockheim. Kein Wunder, dass nach den beiden Auftaktsiegen gegen Mainz und in Stuttgart sowie mit dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern vor der Brust die Vorstellungen des Fans mal wieder ins Uferlose abdriften.

Eine Tatsache, der sich FC-Trainer Uwe Rapolder gar nicht verschließen will: „Ich kann nach zwei Siegen auch vom UEFA-Cup träumen, oder soll ich an die 2. Liga denken”, offenbart er Verständnis für die kölsche Seele. T

räumen ist erlaubt, zumal mit einem Dreier gegen Lautern ein Start mit neun Punkten möglich ist. Das hat es seit 1996 nicht mehr gegeben. „Das wäre ein Hammer, zumal niemand damit rechnen konnte”, sagt Rapolder.

Schon ist der Chefausbilder bei dem Thema, das ihm Bodenhaftung gibt: „Mit einem Sieg gegen Lautern und der Länderspielpause können wir Zeit gewinnen. Zeit, die wir brauchen, um ein eingespieltes Team zu werden.”

Von den Optimalvorstellungen Rapolders ist Köln nämlich noch ein Stück weit entfernt. Was ebenso an den Verletzungen liegt, wie an der Integrationsarbeit der nachverpflichteten Spieler. Bis Oktober dauert es nach Einschätzung von Rapolder, bis sein System in Köln klar erkennbar ist: „Erst wenn Szabics, Schindzielorz und Schlicke wieder dabei sind, werden wir die nötige Stabilität erreichen”, predigt er Geduld.”

Es ist nicht die starke Mittelfeldbesetzung Sforza, Engelhardt, Skela und der bislang viermal erfolgreichen Stürmer Hallil Altintop, über die der Coach nachdenkt, die ihn aber nicht nachdenklich machen. Es ist vielmehr die schwarze Serie des FC gegen Kaiserslautern: Seit 1989 gab es in der Bundesliga keinen FC-Sieg mehr.