Mönchengladbach: Mit Heimeroth und ohne Arango?

Mönchengladbach: Mit Heimeroth und ohne Arango?

Trotz allem: „Business as usual” stand am Montag bei Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach auf dem Trainingsplan, kein Krisengespräch jagte das nächste.

Einer energischen Ansprache am Sonntag - mit Vizepräsident Rainer Bonhof und Geschäftsführer Stephan Schippers - folgte am Montag noch einmal eine eindringliche Ansage des Trainers, die Michael Frontzeck mit peinlichen Video-Ausschnitten aus der samstäglichen Partie garnierte. Das 0:7 in Stuttgart verfolgt die Profis länger als das 6:3 in Leverkusen. Der - erst - zwei Spieltage zurückliegende Triumph wurde nicht via Video aufgearbeitet.

Die spannende Frage vor dem Auftritt gegen Aufsteiger FC St. Pauli am Mittwoch (20 Uhr) im Borussia-Park: Würfelt der Trainer die Mannschaft durcheinander oder gibt er den „Auswärts-Helden” von einst und „Auswärts-Versagern” vom Samstag eine (letzte) Chance? Michael Frontzeck dürfte als bekennender Nicht-Populist zur zweiten Variante tendieren; zwei Spiele können nicht alles zerstört haben, was sich die Borussen in 14 Monaten mühsam erarbeitet haben.

Dennoch: Wechsel auf zwei Positionen scheinen nicht unwahrscheinlich. Christofer Heimeroth könnte im Tor für Logan Bailly versuchen, der Abwehr Halt zu geben, was der belgische Nationaltorwart schon lange nicht mehr schafft. Und der wackligen Abwehr könnte mit einer schöpferischen Pause für Juan Arango geholfen werden. Der ohne Zweifel feine Fußballer aus Venezuela ist auf der linken Seite defensiv keine Hilfe für Kapitän Filip Daems, der zuletzt alleine schon genug Schwierigkeiten hatte und nicht auch noch für zwei „ackern” sollte.

Marco Reus könnte auf der linken Seite für Arango seine defensiven Stärken einbringen, Idrissou auf die Reus-Position hinter den Spitzen rücken, Herrmann bliebe auf der rechten Seite, und im Angriffszentrum bekäme Raul Bobadilla eine Chance.

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