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Aachen: „Meine Herrn, das ist kein Wunschkonzert”

Aachen : „Meine Herrn, das ist kein Wunschkonzert”

Selten haben die Terminplaner ein unspektakuläreres Auftaktprogramm bereit gehalten: In Aue, gegen Karlsruhe, in Unterhaching, gegen Saarbrücken - das „Unternehmen Aufstieg” führt Alemannia Aachen in den ersten Wochen durchweg mit alten Liga-Bekannten zusammen. Erst am 7. Spieltag (bei Jörg Bergers Rostockern) gibts was Neues vor die Brust.

Sportdirektor Jörg Schmadtke nimmt es vor dem Beginn der Vorbereitung (Montag, 15 Uhr) fatalistisch und mit einem Spruch fürs Phrasenschwein: „Meine Herrn, das ist ja kein Wunschkonzert.” Und gewinnt dem Start was Positives ab: „Eine weite Tour nach Aue ist im Sommer leichter zu verkraften als im Winter. Außerdem ist das ein Gegner, der in den beiden letzten Jahren eine gute Rolle gespielt hat. Da müssen wir sofort da sein.”

„Et kütt wie et kütt”, sagt der Kölner gerne. Und es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, als die Präsentation der Spielpläne für die 1. und 2. Liga, um diesen Spruch „loszuwerden”. Dass die Heimkehr in die Erstklassigkeit mit einem Heimspiel gegen Mainz begonnen wird, findet Manager Andreas Rettig gut, „doch richtig gut ist es erst, wenn wir gewinnen”. Rettigs Blick geht schon weit ins Jahr 2006, denn in drei der letzten vier Spiele der Rückrunde hat der FC Heimrecht. „Das könnte ein Vorteil sein”, glaubt der Manager mit Blick auf einen möglichen Kampf um den Klassenerhalt.

Diesen frühzeitig zu sichern, ist das Hauptanliegen der Mönchengladbacher in der neuen Saison. Und da muss mans nehmen „wie et kütt”. Allerdings ist es ein „Hammer” (Trainer Horst Köppel), dass zum Auftakt am Freitag, 5. August, das TV-Gastspiel bei Meister Bayern München ansteht. Dass dann Wolfsburg mit Ex-Trainer Holger Fach kommt und dann Vizemeister Schalke 04 Borussias Gastgeber ist, darf durchaus als spektakulärer Saison-Einstieg gewertet werden.