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Aachen: Mbwando auch gegen Ex-Klub Lübeck nur auf der Bank

Aachen : Mbwando auch gegen Ex-Klub Lübeck nur auf der Bank

Es gibt in diesen Tagen durchaus noch Grund zur Freude. George Mbwando bekam Post, mit einer Einladung des Fußballverbandes von Zimbabwe.

Alemannia Aachens Mittelfeldspieler steht im Aufgebot für das WM-Qualifikationsspiel am 12. Oktober in Harare gegen Mauretanien, und ab Februar 2004 könnte die Afrika-Meisterschaft regelmäßige Flüge erfordern.

Das ist nicht selbstverständlich, denn beim Zweitligisten hat der 27-Jährige (vorerst) seinen Stammplatz verloren. „Und ich rechne auch nicht damit, dass ich in Lübeck von Anfang an dabei bin”, gegen den Klub, von dem Mbwando vor einem Jahr an den Tivoli gewechselt war.

28 Einsätze und drei Tore stehen im Leistungsprotokoll der ersten Profi-Saison. „Da hat man von mir in diesem Jahr mehr erwartet”, sagt der zwölfmalige Nationalspieler. „Ich habe immer von der Form der ganzen Mannschaft gelebt - diesmal fing alles nicht so glücklich an.”

Zum Auftakt in Burghausen durfte Mbwando noch durchspielen, gegen Mainz und in Cottbus wurde er eingewechselt. Dann folgte das bislang bitterste Erlebnis im Alemannia-Trikot: Auswechslung in Fürth schon vor der Pause.

Als Einziger der 1:7-Startelf durfte Mbwando sich gegen Duisburg nicht erneut präsentieren. „Leider - ich wollte es auch wieder gut machen. Aber die Mannschaft hat gut gespielt, deswegen gibt es da nichts für mich zu meckern.”

George Mbwando hatte sich seine Entwicklung „anders vorgestellt. Ich muss mich im Training zeigen und immer bereit sein, wenn der Trainer mich ruft. So, wie es sich für einen Profi gehört.” Schließlich kämpft Mbwando auch um die Verlängerung seines Vertrags.

Landsmann Farai Mbidzo („Wir telefonieren fast jeden Tag”) hat beim VfB Lübeck derzeit den sportlich besseren Stand und ist bislang stärkster Profi der Norddeutschen.

„Das wird richtig hart, eins der schwersten Saisonspiele”, sagt Mbwando. „Aber wenn wir clever sind, können wir in Lübeck gewinnen. Die haben noch keinen Heimsieg und deshalb Druck ohne Ende.”

Im Idealfall würde Alemannia eine Serie von acht Auswärtsspielen ohne „Dreier” beenden - den letzten gabs vor sieben Monaten in Karlsruhe (2:1).