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Fürth: Matthias Scherz trifft, der 1. FC Köln jubelt

Fürth : Matthias Scherz trifft, der 1. FC Köln jubelt

Der 1. FC Köln fuhr am Freitag auf dem Weg zurück in die Bundesliga einen Big-Point ein. Bei der SpVgg Greuther Fürth gewannen die „Geißböcke” mit 1:0 (0:0) und zogen nach Punkten mit dem Zweitliga-Tabellenführer gleich. Das Tor des Tages erzielte Matthias Scherz (69.).

FC-Coach Huub Stevens hatte vor dem Anpfiff ganz offensichtlich die richtige Personalentscheidung getroffen. Erstmals seit seinem Wechsel nach Köln kam Kostas Konstantinidis zum Einsatz und übernahm die Position des mit Gelb-Rot gesperrten Alex Voigt. Und der Grieche brachte sichtlich mehr Stabilität in die bisher eher wacklige Abwehrreihe der Domstädter. Im Wechsel mit Andrew Sinkala kurbelte er auch die Offensivbemühungen seines Teams an.

Mehr Druck in der zweiten Halbzeit

Doch lange Zeit war es eine Partie, die die Bezeichnung „Topspiel” nur in taktischer Hinsicht verdiente. Der FC ging zu wenig Risiko, um die beste Defensive im deutschen Profi-Fußball unter Druck zu setzen. So dauerte es auch bis zur 45. Minute, ehe sich den Gästen die erste Tormöglichkeit bot. Aber Thomas Bröker scheiterte mit einem kapitalen Schuss aus 17 Metern an Schlussmann Mavric. Tabellenführer Greuther Fürth hatte offensiv allerdings auch nicht mehr zu bieten. Burkhart hatte in der 17. Minute aus 18 Metern knapp links vorbei gezielt.

In der 62. Minute herrschte erstmals das Chaos im Kölner Strafraum. Sinkiewicz schoss Thomas Bröker an, doch der Fürther Torjäger Marcus Feinbier setzte den Kopfball aus fünf Metern hoch über die Latte. Nun machte der Tabellenführer etwas mehr Druck. Greuther Fürth hatte jetzt seine beste Phase. Und gerade dann schlug der FC zu. Nach einem Freistoß von Albert Streit stieg Matthias Scherz am höchsten und traf per Kopf zum 1:0 (69.). Wenns halt aus dem Spiel heraus nicht klappt, dann muss eben eine Standardsituation herhalten.

Erste Heimpleite

Erst jetzt wurde die Partie des Spitzenreiters gegen den Tabellendritten spannend. Fürth öffnete seine kompakte Formation, der FC lauerte auf Konter. Doch viel zu oft wurden schnelle Gegenstöße durch ungenaues Passspiel schon im Ansatz vertan. Glück und ein hervorragender Alex Bade im Kasten verhinderten den Ausgleich. Zehn Minuten vor dem Abpfiff entschärfte der Kölner Schlussmann mit einem tollen Reflex einen Kopfball von Westermann aus kurzer Distanz.

Im fränkischen Regen hielt die FC-Abwehr und brachte diesen wichtigen Erfolg über die Zeit. Es war Fürths erste Heimpleite.