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München: Luhukay: „Ich kann mit dem Punkt leben”

München : Luhukay: „Ich kann mit dem Punkt leben”

In einem spannenden und intensiven, jedoch auch zerfahrenen Fußball-Zweitliga-Spitzenspiel trennten sich am Montagabend der TSV 1860 München und Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach mit 0:0.

Der Gast vom Niederrhein bleibt damit auch im zehnten Spiel in Folge ungeschlagen und kann sich wegen der Überlegenheit der Gastgeber über einen recht schmeichelhaften Punkt freuen. „Ich kann mit diesem Punkt sehr gut leben. Jeder kleine Schritt zählt Richtung großes Ziel”, erklärte Borussen-Trainer Jos Luhukay und gestand freimütig: „Es fehlte häufig der Pass und die Schärfe im Zuspiel.”

Der Weg zurück in die Erste Fußball-Bundesliga ist trotz der hervorragenden Ausgangsposition der Borussia noch lang. In den vergangenen zwei Monaten nahmen seine Spieler die zu absolvierende Strecke zwar im Sprinttempo, holten acht Siege aus neun Spielen. Gestern aber, in der Münchener Allianz-Arena, bekamen die Borussen einen ganz unangenehmen Gegner serviert.

Luhukay verordnete seinem Nachwuchstalent Marko Marin zunächst eine kreative Pause. Doch nicht Johannes van den Bergh, der erkältet zu Hause geblieben war, ersetzte den Dribbelkünstler wie gewohnt. Mit dem Schweden Sharbel Touma kam ein schneller Außenbahnspieler zu seinem zweiten Einsatz von Beginn an. Mit schnellem und geradlinigem Spiel über die Außen wollte die Borussia die Löwenabwehr knacken - in Marcel Ndjeng spielte ein ähnlicher Typ und der Top-Vorbereiter der Liga auf der gegenüber liegenden rechten Bahn. Das Mittelfeld komplettierten der Abräumer Patrick Paauwe und Sascha Rösler.

Der Blondschopf sah sich in der Anfangsphase ausschließlich Defensivaufgaben gegenübergestellt, denn die Hausherren waren die bessere Mannschaft. Angetrieben vom agilen Daniel Bierofka erspielten sich die Löwen immer wieder über ihre linke Seite gute Gelegenheiten, die erst in großer Not von Rösler (2.) und Paauwe (21.) geklärt werden konnten. Die Borussia, die die vergangenen vier Auswärtsspiele souverän gewann und dabei 14 Tore erzielte, tat sich schwer gegen die starken und angriffslustigen Löwen und entwickelte im Spiel nach vorne bei weitem nicht so viel Zug zum Tor wie gewohnt. Erst ein Pfostenschuss vom ansonsten nicht in Erscheinung getretenen Touma ließ die Offensivbemühungen Borussias erwachen.

Kurz vor der Pause hatte die Borussia eine Schrecksekunde zu überstehen, als Josh Wolff einen Schuss von Antonio di Salvo ins Tor abfälschte. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Abseits. Die Begegnung war insgesamt zerfahren, viele kleine Fouls und ein holpriger Rasen störten den Spielfluss.

Nach dem Seitenwechsel wehrten sich die Gäste zwar weiterhin wacker, die zwingenderen Chancen hatten aber weiterhin die Gastgeber.

In der Schlussphase spielten beide Mannschaften mit offenem Visier, vor allem die Münchener hatten in Person von Göktan und di Salvo allerbeste Gelegenheiten. Bei der Borussia scheiterte Rob Friend mit einem Kopfball freistehend vor 1860-Torwart Michael Hofmann.