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Mönchengladbach: Lüftet die Borussia die Maske?

Mönchengladbach : Lüftet die Borussia die Maske?

Wo steht Borussia Mönchengladbach? Rein tabellarisch ist die Frage schnell beantwortet: auf Platz 13 in der Fußball-Bundesliga.

Inhaltlich aber wird wohl erst das Sonntagsspiel auf dem Bökelberg gegen Eintracht Frankfurt zeigen, wie weit die Elf von Ewald Lienen ist.

In den ersten vier Spieltagen versuchte sich die Borussia - mit Erfolg - als Sphinx: Schwacher Sieg gegen Köln durch ein FC-Tor, befriedigendes Remis in Bremen, Niederlage zu Hause gegen Stuttgart fast ohne Torchance, 1:4-Niederlage in Freiburg mit etlichen Möglichkeiten. Ein einheitliches Bild sieht anders aus, und damit entzog sich die niederrheinische Spielschar einer befriedigenden Analyse.

Solch Rhythmusstörungen werden nicht gerade durch ein dreiwöchige Liga-Pause behoben. Etliche Blessuren aber wohl. So ist Peer Kluges Knöchelverletzung abgeklungen, mit der ihn Lienen zuletzt hatte auflaufen lassen. „Dadurch war er nicht so gut und nicht so frei im Kopf”, erklärte der Borussen-Trainer. Auch bei Marcelo Pletsch haben sich die Bauchmuskeln entzerrt. Dafür zwickt es nun Pascal Ojigwe, der wegen Adduktoren-Beschwerden nicht mit der Mannschaft trainieren konnte und ausfällt.

Beschwerdefrei - was die Gesundheit angeht - ist Arie van Lent. Dafür plagt ihn die „Bank-Krankheit”: Obwohl er in Freiburg nach seiner Einwechslung für Schwung sorgte und ein Tor - aus dem Spiel heraus! - erzielte, steht er wohl nicht in der Startelf. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich spiele.”

Seine Heimpremiere in dieser Saison hat Torhüter Michael Melka, der als Vertreter des verletzten Jörg Stiel schon mal im Pokal in Schönberg üben durfte. Mit Erfolg - kein Gegentreffer. Diesmal schiebt der blonde Hüne auch den verbalen Abwehrriegel vor. Die Rückkehr zum Wesentlichen: „Es wurde schon vor 14 Tagen genug geschrieben. Lasst uns doch endlich mal Fußball spielen.” Oh ja, bitte ...