1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Köln: Kölns Trainer Schaefer „schont” seine Mannschaft

Köln : Kölns Trainer Schaefer „schont” seine Mannschaft

Beim Auslaufen herrschte beim 1. FC Köln eine Mischung aus Realismus und Optimismus. Der Gegner war einfach eine Nummer zu groß. „Dortmund hat verdient gewonnen”, befand Milivoje Novakovic. „Aber wir gehen unseren Weg weiter.”

Es war die Art und Weise wie Mannschaft beim Klassenprimus aufgetreten war, die dafür gesorgt hatte, dass sich kein Kater in Frank Schaefers Kader breit machte. Nach der 0:1-Niederlage hatte es sogar Beifall vom eigenen Anhang gegeben. Die Erfolge der letzten Wochen haben für einen nachhaltigen Stimmungsumschwung gesorgt.

Während Borussen-Trainer Jürgen Klopp den Erfolg seiner Mannschaft das wahrscheinlich „verdienteste 1:0 aller Zeiten” attestierte, analysierte der Kölner Trainer den Ist-Zustand seines Teams auf dem Weg zum Klassenerhalt. „Mittlerweile halten wir auch unsere Ordnung nach Rückschlägen”, sagte Schaefer. „Wir sind stabiler geworden.”

Der 47-Jährige hatte sich nur über zwei Situationen geärgert. Den Dortmunder Siegtreffer in Minute 44, als sich Innenverteidiger Kevin Pezzoni von Robert Lewandowski düpieren ließ, und Milivoje Novakovics verpasste Ausgleichschance, als er nach einem Traumpass von Mato Jajalo vor Roman Weidenfeller auftauchte, den Ball aber am rechten Pfosten vorbeischob (56.). „Wir hatten auf die besonderen Momente in diesem Spiel gesetzt. Einen hatten wir, den haben wir aber nicht genutzt. In einem solchen Spiel kannst du nur durch einen Lucky Punch punkten. Die Chance dazu hatten wir durch Nova.”

Schaefer hielt sich mit der Kritik an seiner Mannschaft spürbar zurück. Den Part des Kritikers übernahm der Sportdirektor. „Wenn man hier etwas holen will”, dozierte Volker Finke, „dann reicht es nicht, wenn nur der Torwart einen guten Tag hat. Auf einigen Positionen muss man einfach besser spielen.” Welche er meinte, sagte Finke nicht. Doch es darf als sicher gelten, dass der 62-Jährige dabei Rechtsverteidiger Miso Brecko und die Abräumer Petit und Martin Lanig im Fokus hatte.

Der Auftritt in Dortmund hat nur die Karnevalsplanung von Lukas Podolski möglicherweise durchkreuzt. Auf dem Terminplan des FC-Kapitäns steht für heute die Teilnahme am Rosenmontagszug. Doch „Poldi” wird erst kurzfristig wissen, ob das klappt. Der Stürmer musste zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einer starken Wadenprellung ausgewechselt werden. Sein Einsatz gegen Hannover ist nicht gefährdet. Schlimmstenfalls muss er sich den „Zoch” zu Hause im Heimkino ansehen.