1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Köln: Kölns Manager Andreas Rettig: „Die Trainerfrage stellt sich nicht”

Köln : Kölns Manager Andreas Rettig: „Die Trainerfrage stellt sich nicht”

Fünf Niederlagen aus sechs Spielen, Tabellenletzter - nicht gerade eine Erfolgsbilanz, die der 1. FC Köln bislang aufzuweisen hat.

Nach vier Pleiten in Folge handelte bekanntlich der rheinische Rivale aus Mönchengladbach. Aber Köln ist weit entfernt davon, Trainer Friedhelm Funkel in Frage zu stellen. FC-Manager Andreas Rettig erläuterte im Gespräch mit Sportredakteur Wilhelm Peters, warum.

Es ist angesichts der Lage erstaunlich ruhig. Besteht kein Handlungsbedarf?

Rettig: Natürlich sind wir mit der bisherigen Punkteausbeute unzufrieden. Aber die Leistungen geben mit Ausnahme des Spiels bei 1860 München keinen Anlass zur Sorge.

Mönchengladbach hat sich nach vier Niederlagen in Folge vom Trainer getrennt.

Rettig: Die Trainerfrage zu stellen, wäre völlig am Thema vorbei. Seine Arbeit ist in Ordnung. Vorwürfe, die man machen könnte, wie etwa fehlende Kaltschnäuzigkeit oder Abgebrühtheit sind Dinge, die man nicht dem Trainer zum Vorwurf machen kann. Natürlich, wenns so weitergeht wie bisher, müsste man auch über ihn reden. Das sehe ich völlig leidenschaftslos.

Aber das Verhalten des Trainers, das Verhalten der Mannschaft zeigt eindeutig, dass es funktioniert. Wir haben einen verschworenen Haufen und - entscheidend - Spieler mit Charakter. Sagenhaft, wie sich zum Beispiel ein Andrej Voronin hier ins Zeug legt. Das ist beeindruckend. Alle ziehen mit, zeigen auch, dass das Verhältnis zu Friedhelm Funkel intakt ist.

Vorgaben wie etwa in Kaiserslautern dem Trainer gegenüber, wird es in Köln nicht geben?

Rettig: Sicher nicht. Vorgaben sind keine Hilfe. Wir wollen alles verhindern, was die Leistung mindern kann. Wenn es in der Mannschaft nicht stimmen würde, muss man darüber reden. Aber das ist nicht der Fall. Nur die Ergebnisse fehlen noch.

Der Blick auf die Tabelle...

Rettig:... bereitet auch mir Unbehagen. Aber in der Mannschaft steckt Substanz. Zudem kommt am Samstag gegen Werder Bremen Mustafa Dogan zurück, womit die personellen Probleme reduziert werden. Das sind positive Dinge, die mich zuversichtlich stimmen. Es ist bekannt, dass Bremen einen Lauf hat und oben mitspielt. Aber auch dieses Spiel muss erst einmal gespielt werden, dann sehen wir weiter.

Zuletzt gegen Wolfsburg war der angesprochene Mangel an Kaltschnäuzigkeit vor allem nach dem Ausgleich deutlich sichtbar.

Rettig: Das war der Punkt. Man muss sich besser verhalten, wenn man aus einem 0:2 noch ein 2:2 gemacht hat; besser in die Zweikämpfe gehen, kühler bleiben, den Punkt auch mal verteidigen, statt zu versuchen noch einen drauf zu setzen. Daran muss gearbeitet werden, dann kommt auch der Erfolg.