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Köln: Kölner Fehlstart in die Mission Wiederaufstieg

Köln : Kölner Fehlstart in die Mission Wiederaufstieg

Nach dem Abpfiff hatte es Wolfgang Overath eilig. Mehr als ein Satz war dem Präsidenten des 1. FC Köln nach dem 0:0 beim Zweitligastart gegen den FC Energie Cottbus nicht zu entlocken.

„Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns”, fasste der 60-Jährige die 90 Minuten im Rhein-Energie-Stadion zusammen, nachdem die Fans die Mannschaft von Trainer Huub Stevens mit Pfiffen statt der Welle verabschiedet hatten.

Alles war angerichtet für einen Auftakt nach Maß in die Mission Wiederaufstieg. 38000 Zuschauer auf den Rängen, die den FC dem Freibad an diesem Nachmittag vorgezogen hatten, eine entschlossene Mannschaft und ein optimistischer Trainer. Doch die Gäste aus der Lausitz gaben den Spielverderber. „Den Kölner fehlt noch ein bisschen die Eingespieltheit”, schmunzelte Energie-Trainer Eduard Geyer.

Und hätte sein Spielmacher Youssef Mokhtari freistehend aus fünf Metern nach einem Freistoß von Laurentiu Reghecampf per Kopfball nicht FC-Keeper Stefan Wessels getroffen - es wäre noch schlimmer für die Kölner gekommen.

Dabei waren die „Geißböcke” durchaus engagiert aufgetreten, konnten aber in der Offfensive kaum Akzente setzen. Lediglich ein 25-m-Schuss von Markus Feulner, der Tomislav Piplica gerade noch zur Ecke „wischen” konnte (36.) und zwei Möglichkeiten des ansonsten untergetauchten Lukas Podolski (50. und 87.) standen als Chancen in der FC-Staistik.

„Mit der Defensive war ich zufrieden”, kommentierte Trainer Huub Stevens. „Aber die Laufbereitschaft in der Offensive war nicht ausreichend.” Dass der neue Trainer nicht öffentlich einzelne Spieler in die Kritik nimmt, ist bekannt. Von dieser Linie weicht Stevens auch in Köln nicht ab. Aber soviel ließ er sich doch entlocken: „Einige Jungs sind noch nicht da, wo wir sie gerne hätten.”

So war die Nervosität eines Roland Benschneider bis zum Schlusspfiff zu spüren, konnte Podolski nicht kaschieren, dass er noch nicht die Form der letzten Saison hat, spielte Markus Feulner immer noch mehr für die Galerie als für die Mannschaft und ackerte Rolf-Christel Guié-Mien völlig planlos. „Das hatten wir uns doch anders vorgestellt”, meinte Manager Andreas Rettig. „Wir wären gerne mit Schwung in die Meisterschaft gestartet.”

Das hat der FC nun bis Freitag in Burghausen verschoben. Dann soll auch Marius Ebbers wieder fit sein und dem Angriff neues Leben einhauchen. Dass die Nullnummer gegen Cottbus ein Muster für die gesamte Saison sein könnte, befürchtet indes keiner am Rhein. Schließlich war selbst am Sonntag zu sehen, dass einiges an fußballerischer Qualität im Team steckt.