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Köln weiter glücklos: 0:2 in Wolfsburg

Köln weiter glücklos: 0:2 in Wolfsburg

Wolfsburg (dpa) - Die Mission von Wolfgang Overath als Heilsbringer des 1. FC Köln hat mit einer weiteren Enttäuschung für den Traditionsclub begonnen.

Im Beisein des Fußball-Idols verloren die Rheinländer beim VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:1) und sind als Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga bei acht Punkten Rückstand auf den rettenden 15. Platz auf direktem Weg in die 2. Liga.

Diego Klimowicz (30.) und Marko Topic (84.) sorgten vor 18.246 Zuschauern in der Volkswagen-Arena für einen schmeichelhaften Erfolg der Niedersachsen. Die Gäste präsentierten sich nicht wie ein Absteiger, scheiterten aber einmal mehr an ihrer eklatanten Abschlussschwäche.

„Jetzt brauchen wir schon sehr viel Optimismus, um noch zu glauben, dass wir drin bleiben. Wie so oft in dieser Saison sind wir nicht als schlechtere Mannschaft als Verlierer vom Platz gegangen”, ärgerte sich FC-Kapitän Dirk Lottner, der vor allem „fehlende Cleverness und Können” dafür verantwortlich machte. Dagegen verschwand Overath, nach einer Machtprobe mit Präsident Albert Caspers in der Vorwoche neuer starker Mann bei den „Geißböcken”, nach der Pleite kommentarlos.

Führung ließ Kölner Spiel kollabieren

„Wolfgang Overath hat uns in der Kabine gesagt, dass wir als eine homogene Mannschaft auftreten müssen. Das haben wir sehr gut umgesetzt”, lobte Lottner. Doch mit der zu dem Zeitpunkt überraschenden Führung der Wolfsburger durch das elfte Saisontor durch Klimowicz brach die Ordnung im Kölner Spiel zusammen. Nur drei Minuten später hatte der Argentinier seinen zwölften Treffer auf dem Fuß, doch FC-Torhüter Stefan Wessels parierte glänzend. Mustafa Dogan warf sich in den Nachschuss von VfL-Stürmer Topic.

Körperbetonte Gangart der Kölner

Die offensiv eingestellten Gastgeber kamen jetzt besser ins Spiel, doch oft fehlte die Genauigkeit im Abspiel. Wolfsburgs wichtigste Waffe, Spielmacher Andres DAlessandro, wurde gut abgeschirmt. Die körperbetonte Gangart des Tabellenletzten behagte dem kleinen Ballkünstler überhaupt nicht. Auch deshalb konnten die Gastgeber ihr spielerisches Potenzial nicht umsetzen und ließen sich auf einen offenen Schlagabtausch mit den leidenschaftlich kämpfenden und besser spielenden Gästen ein. „Wir wussten, dass es schwer wird und sind froh, drei Punkte geholt zu haben”, resümierte VfL-Trainer Jürgen Röber erleichtert.

Nach Wiederbeginn bestimmten die auswärts noch sieglosen Kölner die Partie beinahe nach Belieben. „Köln hat uns in der zweiten Halbzeit das Spiel sehr schwer gemacht. Sie kamen sehr stark auf. Wir konnten uns erst zum Schluss wieder befreien”, sagte Röber. Doch weder Scherz (52.) noch Albert Streit (61.) konnten die Vorteile der Kölner in Tore ummünzen. Topic nutzte einen der zahlreichen Konter zur Entscheidung.