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Aachen: Jetzt fällt auch noch Kapitän Pflipsen aus!

Aachen : Jetzt fällt auch noch Kapitän Pflipsen aus!

„Die Zahlen sprechen gegen uns”, sagt Jörg Berger. Drei Niederlagen in Folge haben Alemannia Aachen um eine blendende Ausgangsposition gebracht.

Aus zwei Punkten Vorsprung wurden sieben Punkte Rückstand auf Rot-Weiß Oberhausen. Die objektive Feststellung des Trainers reichert die IMP-Datenbank mit Fakten an. Die „Men in Black” geben zwar weiterhin reichlich Schüsse auf das gegnerische Tor ab (13 pro Spiel), nur bis zum Erfolgserlebnis braucht es doppelt so viele Versuche wie in der Hinrunde.

Keine Mannschaft vergibt mehr „Hundertprozentige”, sechs an der Zahl, drei alleine durch Erik Meijer. Und spielerisch läufts ebenfalls nicht mehr rund: Nur noch 37 Prozent der Torschüsse (Hinrunde 47 Prozent) werden durch Passspiel vorbereitet.

Und nun kommt es „knüppeldick” (Berger). Das Erzgebirgsstadion in Aue gilt ohnehin als heißes Pflaster; beim Blick auf Alemannias Personalbogen stellt sich die Frage: Wer soll da die Kohlen aus dem Feuer holen?

Blank und Gomez sind gesperrt, Grlic, Meijer und Krontiris so heftig angeschlagen, dass die Entscheidung über ihren Einsatz sich wohl bis Sonntag hinziehen wird. Und neben Salou hat sich definitiv ein weiterer Profi abgemeldet: Kapitän Kalle Pflipsen muss wegen einer fiebrigen Grippe von Bord. Jörg Berger sagt dennoch vor dem Trip in den Osten: „Ich hoffe, dass am Sonntag die Wende beginnt.”

Frank Paulus kennt sich aus in Aue. „Mit Dynamo Dresden habe ich da drei, vier Mal gespielt und nie verloren. Es wird bestimmt nicht leicht, auch weil uns Bodenfrost erwartet. Aber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist alles zu holen. Wir haben die individuelle Klasse, jedes Spiel zu gewinnen.”

Eine Stabilisierung der Abwehr verspricht Berger sich durch die Rückkehr von Quido Lanzaat. Vertreter Bediako hatte zuletzt seinem Ruf als „Bruder Leichtfuß” wieder alle Ehre gemacht.

Der Trainer: „Eddy hat sich sicher nicht in die Mannschaft reingespielt”, zumal die „Böcke” auch im Training des öfteren produziert würden. „Und wenn jemand die Chance bekommt, von Anfang an zu spielen, dann muss er sie auch nutzen.”

Nach Wochen voller Lob, Sympathien und Schulterklopfen steht Alemannia in der wohl entscheidenden Saisonphase. „Ich bin davon überzeugt, dass wir uns aus der jetzigen Situation rausziehen”, sagt Jörg Berger. Und vielleicht darf sich die Mannschaft nach der Rückkehr aus Aue in den Rosenmontags-Trubel stürzen.