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Mönchengladbach: Jäger und Sammler?

Mönchengladbach : Jäger und Sammler?

Horst Köppel steht gegen Hertha unter Druck.

Lange Zeit übertünchte der Uefa-Cup-trächtige Tabellenplatz alle Sorgen um eine fußballerische Weiterentwicklung von Borussia Mönchengladbach. Diese Entlastung, speziell für Trainer Horst Köppel, schwindet wie Schnee in der Sonne, seitdem der Klub immer weiter nach unten durchgereicht wird.

Derzeit auf Rang 10, aber auch nur punktgleich mit Verfolger Bielefeld und einen Zähler vor Hannover 96. Und nun kommen am Samstag die bis in die Haarspitzen motivierten Herthaner, für die der europäische Wettbewerb alles andere als lediglich eine Vision ist.

Platz 12 also droht der Borussia, dieses dreckige Dutzend behagt dem ambitionierten Sportdirektor überhaupt nicht. Peter Pander hält es „für das Schlimmste überhaupt, wenn wir hier am Ende um Platz 12 oder 13 spielen”.

Horst Köppel, als Nachfolger von Dick Advocaat und Retter der Mönchengladbacher seinerzeit in den Augen der Klubführung unabweisbar, gerät zusehends unter Druck. „Ich mache meine Arbeit. Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen. Alles andere lasse ich auf mich zukommen”, mimt der 57-Jährige den Kühlen.

Für seine viertletzte Möglichkeit, sich als Jäger und Sammler zu beweisen, geht Köppel allerdings das Personal aus. Niels Oude Kamphuis ist Gelb-Rot-gesperrt, Filip Daems büßt für seine fünfte Gelbe Karte, Eugen Polanski (Knochenabsplitterung) und Bernd Thijs (Knieoperation) fallen ebenso aus wie Kasper Bögelund (Hüftprobleme).

Und so schöpft der Borussen-Trainer aus dem Reservoir der 2. Mannschaft: Robert Fleßers und Tobias Levels rücken in den Kader auf, möglicherweise auch noch Bekim Kastrati und auf jeden Fall erneut Marvin Compper.