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Mönchengladbach: Holt Ziege Zickler?

Mönchengladbach : Holt Ziege Zickler?

Die älteste Altlast für Jos Luhukay ist eine ganz zentrale: Ein echter Mittelstürmer ist seit den Zeiten von Arie van Lent nicht mehr aufgetaucht im Kader von Borussia Mönchengladbach. Einen Torjäger mit Treffergarantie aber suchen fast alle Teams. Und landen, wenn sie nicht gerade auf einem Goldschatz gebettet sind, schnell im Ausland.

Deutsche Knipser, die was taugen, sind unbezahlbar. Aber es gibt ja auch Deutsche im Ausland: Alexander Zickler zum Beispiel. Der 33-Jährige ehemalige Bayern-Profi stürmt für Red Bull Salzburg. Letzte Saison zu Österreichs Spieler des Jahres gekürt, aktuell schon wieder 23 Tore (in 30 Spielen) erzielt.

Wenn man dann noch die enge Beziehung Christian Zieges, Borussias Sportdirektor, zu Zickler kennt, ist der Name mehr als Spekulation.

Lösungen in diesem Bereich gibt es für Gladbach nicht ohne aber: Ist der Stürmer rauszukaufen aus dem finanziellen Schlaraffenland, das Milliardär Dietrich Mateschitz bietet? Ist sein Gehalt zu finanzieren? Hat er Lust auf die Zweite Liga? Zumindest die frühere Verletzungsanfälligkeit scheint behoben.

Es sind harte Zeiten für Stürmer-Sucher: Blaise N´Kufo, Torjäger beim FC Twente (22 Treffer) ist unerschwinglich, sein Klub spielt mindestens im Uefa-Pokal. Realistischer ist da schon Rade Prica, ehemaliger Rostocker Stürmer im Dienste von Aalborg BK.

Da inzwischen eine Trennung von Innenverteidiger Bo Svensson sich abzeichnet - der prompt verschnupft ist und für das Spiel in Mainz ausfällt - wird auch ein Transfer von Paderborns Roel Brouwers (Ausstiegsklausel 250.000 Euro) immer wahrscheinlicher.

Im Visier ist ebenfalls der offensive Mittelfeldspieler Marcel Ndjeng, Ex-Paderborner, der in Bielefeld hinter den Erwartungen zurückblieb.